Landesverband Brandenburg http://gruene-brandenburg.de Der Landesverband Brandenburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich vor. http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/ohne_bienen_ist_nicht_gut_kirschen_essen/ Ohne Bienen ist nicht gut Kirschen essen http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/ohne_bienen_ist_nicht_gut_kirschen_essen/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/ohne_bienen_ist_nicht_gut_kirschen_essen/ Am 20. Mai findet erstmalig der Weltbienentag statt, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Dazu... Am 20. Mai findet erstmalig der Weltbienentag statt, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Dazu erläutert CLEMENS ROSTOCK, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Brandenburg:

„Lange Zeit waren wir Bündnisgrünen Hähme und Spott ausgesetzt, wenn wir auf das dramatische Insektensterben und das Verschwinden der Bienen aufmerksam gemacht haben. Als „Retter der Bienen“ wurden wir höhnisch belächelt. Aber nun ist auch in der Bundesregierung angekommen, was wir Grünen seit langem predigen: Die Bundeslandwirtschaftsministerin Juliane Klöckner hat die Bienen als „systemrelevant“ bezeichnet und den wirtschaftlichen Nutzen ihrer Bestäubungsleistung auf rund zwei Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland beziffert.

Vor wenigen Wochen kam aus Brüssel das Signal: Drei der Neonicotinoide sind verboten. Dafür haben wir Bündnisgrüne jahrelang gekämpft, denn Neonicotinoide sind Nervengifte, die Insekten wie Drogen anlocken und das Nervensystem attackieren. Aber das kann nur der Anfang sein: noch immer dürfen diese giftigen Substanzen in Treibhäusern eingesetzt werden. Noch immer wird das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat auf unsere Brandenburger Äcker gesprüht. Noch immer zerstören riesige Anbauflächen und Monokulturen die vielfältigen Insektenarten. Noch immer sind Bäuerinnen und Bauern der konventionellen Landwirtschaft allein gelassen, anstatt sie an die ökologische Landwirtschaft heranzuführen. Noch immer fließen Agrarsubventionen in die konventionelle Landwirtschaft, statt Anreize für das ökologische Bestellen der Felder zu schaffen. Dabei hat es jetzt jeder kapiert: Ohne die Bienen ist nicht gut Kirschen essen.“

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Fri, 18 May 2018 15:44:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/aktionsplan_queeres_brandenburg_ist_fuer_akzeptanz_von_geschlechtlicher_und_sexueller_vielfalt_ein_wichtiger_schritt/ Aktionsplan "Queeres Brandenburg" ist für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ein wichtiger Schritt http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/aktionsplan_queeres_brandenburg_ist_fuer_akzeptanz_von_geschlechtlicher_und_sexueller_vielfalt_ein_wichtiger_schritt/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/aktionsplan_queeres_brandenburg_ist_fuer_akzeptanz_von_geschlechtlicher_und_sexueller_vielfalt_ein_wichtiger_schritt/ Am 17. Mai findet jährlich der internationale Tag gegen Homo-, Bi+, Trans*- und Interphobie... Am 17. Mai findet jährlich der internationale Tag gegen Homo-, Bi+, Trans*- und Interphobie (IDAHIT*, IDAHOT) statt. Dazu äußert sich die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN PETRA BUDKE: „Es ist noch nicht so lange her, da standen „homosexuelle Handlungen“ als Straftat im Strafgesetzbuch – erst 1994 wurde der Paragraf 175 ersatzlos gestrichen. Seit dem 1. Oktober letzten Jahres dürfen homosexuelle Paare in Deutschland heiraten. Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung homosexueller Menschen – und ein Verdienst von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, denn wir haben jahrelang hartnäckig für die Gleichberechtigung gekämpft. Aber ausruhen können wir uns auf diesem Erfolg nicht, denn angesichts der zunehmenden Beleidigungen und tätlichen Angriffe auf Homo- und Transsexuelle auch in Brandenburg müssen wir unsere offene und demokratische Gesellschaft weiter verteidigen.“

BUDKE begrüßt den Aktionsplan „Queeres Brandenburg“, der auf Grundlage eines Antrags der bündnisgrünen Landtagsfraktion nach einem Beschluss des Landtags mit breiter Beteiligung erstellt wurde und fordert, ihn konkret und schrittweise umzusetzen und finanziell im nächsten Doppelhaushalt zu unterfüttern: „Wir Bündnisgrüne fordern dabei, dass dem Thema Bildung Priorität eingeräumt wird. Projekte wie die „Schule unterm Regenbogen“ müssen auch in Zukunft mit ausreichend Geld ausgestattet werden, denn Bildung und Aufklärung sind wichtige Bausteine, um Vorurteile gegen LSBTTIQ* abzubauen.“

URSULA NONNEMACHER, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag, erklärt zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie: „Menschen mit einer Orientierung, die von der heterosexuellen Norm abweicht, sind auch in Brandenburg in ihrem Alltag einer erheblichen Diskriminierung ausgesetzt. Nicht wenige werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Opfer von Gewalt. Um dem entgegenzuwirken, war der Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ein wichtiger Schritt. Wir müssen LSBTIQ*-Menschen den Mut geben, über ihnen angetane Gewalt zu reden und das Bewusstsein für das Thema bei Polizei und Justiz schärfen. LSBTIQ*-Menschen haben ein Anrecht auf gesamtgesellschaftliche Akzeptanz und Schutz.“

Terminhinweise für 17. Mai 2018

• 11.30 Uhr bis 15 Uhr Aktionen am Alten Markt

• 12 Uhr, Innenhof des Landtags in Potsdam

Die Bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende URSULA NONNEMACHER und die Brandenburger Landesvorsitzende PETRA BUDKE werden zusammen mit der Sozialministerin Diana Golze und anderen Abgeordneten die Regenbogenfahne hissen.

• 18 Uhr, Brandenburger Tor, Luisenplatz Potsdam

Die Grüne Jugend Brandenburg, der Kreisverband Potsdam von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Grüne Hochschulgruppe setzen mit dem „Same Sex Holding“, dem gleichgeschlechtlichen Händchenhalten, ein Zeichen für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe.

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Wed, 16 May 2018 16:01:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/geringschaetzung_des_pflegeberufs_ist_armutszeugnis_fuer_unsere_gesellschaft/ Geringschätzung des Pflegeberufs ist Armutszeugnis für unsere Gesellschaft http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/geringschaetzung_des_pflegeberufs_ist_armutszeugnis_fuer_unsere_gesellschaft/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/geringschaetzung_des_pflegeberufs_ist_armutszeugnis_fuer_unsere_gesellschaft/ Anlässlich des internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erklärt die Brandenburger... Anlässlich des internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erklärt die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Brandenburg, PETRA BUDKE:

„Wir sehen dringenden Bedarf, gegen den bundesweiten und speziell den Brandenburger Pflegenotstand anzugehen. Insbesondere muss unbedingt der Personalschlüssel verbessert werden, hier hinkt Brandenburg anderen Bundesländern wie Berlin und Bayern weit hinterher. Es gilt, endlich verbindliche Personalbemessungsinstrumente einzuführen. Zudem sollte das bewährte Modell der Bezugspflegerinnen und -pfleger wieder die Regel und nicht die Ausnahme sein. Auch verdienen Pflegekräfte andernorts deutlich besser. In Berlin beispielsweise erhalten sie im Schnitt zehn Prozent mehr als in Brandenburg. Heimbewohner*innen und Pflegende sind gleichermaßen unzufrieden: Beide Seiten wollen mehr Zeit für die Pflege haben, damit es nicht nur bei der Körperpflege und Medikamentengabe bleibt, sondern sie sich dem Menschen zuwenden können und auch mal Muße für ein Gespräch haben.

Der Krankenstand von Altenpfleger*innen ist von allen Berufen am höchsten. Das ist ein deutliches Signal für die körperliche und psychische Überlastung der Pflegekräfte und zeigt, wie groß der Handlungsbdarf ist. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass wir die Tätigkeit der Pflegekräfte so gering schätzen.

Wir Bündnisgrüne setzen uns für eine Ausbildungsoffensive ein, damit mehr junge Leute sich für den Pflegeberuf entscheiden. Es gilt, diesen sozialen Beruf, der erfüllend und bereichernd sein kann, mit guten Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen wieder attraktiv zu machen.“

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Thu, 10 May 2018 12:24:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/buendnisgruene_zum_europatag_die_grenze_in_den_koepfen_ist_erschreckend/ Bündnisgrüne zum Europatag: Die Grenze in den Köpfen ist erschreckend http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/buendnisgruene_zum_europatag_die_grenze_in_den_koepfen_ist_erschreckend/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/buendnisgruene_zum_europatag_die_grenze_in_den_koepfen_ist_erschreckend/ Anlässlich des morgigen Europatags äußert sich die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS... Anlässlich des morgigen Europatags äußert sich die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN PETRA BUDKE zu der aktuellen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des rbb, der entsprechend sich 42 Prozent der Brandenburger die ständigen Kontrollen an der Grenze zu Polen zurückwünschen.

„Es ist erschreckend, dass für so viele Menschen die Grenze in den Köpfen immer noch so stark ist, dass sie sich Grenzkontrollen zurückwünschen. Wir Bündnisgrüne können zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Schengen-Abkommens überwiegend positive Entwicklungen beobachten: Menschen in den Grenzregionen wohnen immer öfter auf der jeweils anderen Seite. Täglich pendeln mehr als 1.600 Polinnen und Polen nach Ost-Brandenburg und mehr als 2.100 Polinnen und Polen nach Berlin – die Zahlen steigen stetig. Es sind grenzüberschreitende Vereine und Initiativen entstanden wie „Slubfurt“ in Frankfurt (Oder) und Slubice, ein lebendiges grenzüberschreitendes Unileben sowie gemeinsame Stadtfeste in Guben und Gubin. Deutsche und polnische SchülerInnen und Schüler gehen auf beiden Seiten der Oder zur Schule. Die stundenlangen Kontrollen an den Grenzübergängen sind Vergangenheit. Die deutsche und die polnische Polizei arbeiten erfolgreich im Kampf gegen Auto- und Rinderdiebstahl sowie Drogenhandel zusammen. Und schließlich: Mit Ska Keller, gebürtig aus Guben, haben wir Brandenburger die Grüne Fraktionsvorsitzende des Europäischen Parlaments in Brüssel, um unsere Belange zu vertreten.

Wir Bündnisgrüne freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit unserem polnischen Nachbar und möchten den brandenburgisch-polnischen Austausch insbesondere bei Städte- und Gemeindepartnerschaften weiter intensivieren. Wir wollen den Polnischunterricht an Brandenburger Schulen und die Gründung deutsch-polnischer Schulen unterstützen. Zudem wollen wir die Brandenburgisch-Polnische Film- und Serienproduktionen, z.B. im Rahmen des Medienboards, fördern.

Nur in einem starken Europa können wir zunehmendem Nationalismus die Stirn bieten.“

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Tue, 08 May 2018 14:17:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/quorum_nicht_teil_der_loesung_sondern_teil_des_problems-1/ Quorum nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/quorum_nicht_teil_der_loesung_sondern_teil_des_problems-1/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/quorum_nicht_teil_der_loesung_sondern_teil_des_problems-1/ Zu dem Scheitern der Stichwahlen für die Landratswahlen in den Landkreisen Barnim und... Zu dem Scheitern der Stichwahlen für die Landratswahlen in den Landkreisen Barnim und Ostprignitz-Ruppin erklärt CLEMENS ROSTOCK, Landesvorsitzender in Brandenburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Immer wieder sind niedrige Wahlbeteiligungen bei den Landratswahlen in Brandenburg zu beobachten. Das 15 Prozent-Quorum ist dabei nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems, da Quoren eine abschreckende Wirkung haben. Wer geht schon gerne zur Wahl, wenn vorher fraglich ist, ob die Wahl überhaupt gültig wird? Auch der Extra-Wahlgang für Stichwahlen ist ein Problem, weil viele Wählerinnen und Wähler der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidierenden nicht erneut zur Wahl gehen.

Wir Bündnisgrüne fordern deshalb ein Rangfolgewahlverfahren mit integrierter Stichwahl, welches sicherstellt, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin bereits in einem Wahlgang die nötige Mehrheit erhält. Zudem plädieren wir für eine Zusammenlegung der Landrats- und Bürgermeisterwahlen mit den Wahlen zu den Kreistagen, Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen. Somit würden die Parlamente und die Hauptverwaltungsbeamten gemeinsam gewählt, was für mehr Klarheit bei den Zuständigkeiten führen würde.“

Hintergrund Rangfolgewahlverfahren mit integrierter Stichwahl:

Bei einem Rangfolgewahlverfahren können die Wählenden die Kandidierenden in eine Präferenzreihenfolge einsortieren. Hinter den bevorzugten Kandidierenden kann eine 1 geschrieben werden, hinter den nächstpräferierten eine 2 usw. Bei der Auszählung werden zuerst die Erstpräferenzen ausgezählt. Erhält niemand eine absolute Mehrheit, werden die Zweitpräferenzen des/der Kandidierenden mit den wenigsten Erstpräferenzen auf die anderen Kandidierenden verteilt. Dies wird so lange wiederholt, bis lediglich zwei Kandidierende verbleiben. Es kann aber bereits beendet werden, wenn ein/e Kandiderende/r uneinholbar vorne liegt. Somit gibt es zwar mehrere Auszählvorgänge, aber lediglich einen Wahlgang. In anderen Ländern, beispielsweise Irland und Australien, wird das Rangfolgewahlverfahren bereits erfolgreich angewandt. In der Theorie ist es möglich, dass dennoch keine 50-prozentige Mehrheit zustande kommt, wenn z.B. kaum Zweit- oder Drittpräferenzen vergeben werden. In diesen seltenen Fällen wäre immer noch eine Stichwahl zwischen den beiden besten Kandidierenden möglich. In der Praxis – z.B. bei den Parlamentswahlen in Australien – spielt das aber keine Rolle.

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Mon, 07 May 2018 12:47:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/petra_budke_kein_weiterer_kreisssaal_in_brandenburg_darf_geschlossen_werden/ PETRA BUDKE: „Kein weiterer Kreißsaal in Brandenburg darf geschlossen werden.“ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/petra_budke_kein_weiterer_kreisssaal_in_brandenburg_darf_geschlossen_werden/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/petra_budke_kein_weiterer_kreisssaal_in_brandenburg_darf_geschlossen_werden/ Anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai greift die Brandenburger Landesvorsitzende... Anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai greift die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, PETRA BUDKE, das diesjährige Motto auf, nämlich „Hebammenarbeit - wegweisend für die Versorgung von Mutter und Kind“, und weist auf Versorgungsdefizite hin:

„Eine gute Betreuung durch eine Hebamme ist tatsächlich wegweisend für einen guten Start in das Leben, für die Mutter, für das Neugeborene und für die ganze Familie. Aber die Realität zeichnet ein erschreckendes Bild: Viele junge Familien finden gar keine Hebamme mehr für die Betreuung vor und nach der Geburt. Andererseits arbeiten viele Hebammen an der Belastungsgrenze und wissen gar nicht mehr, wie sie sich bei Krankheit und Urlaub noch vertreten sollen. Wir müssen dringend mehr Hebammen und Entbindungspfleger ausbilden und sie entsprechend ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit auch besser bezahlen“, so BUDKE.

Trotz der neuen Hebammenschule in Eberswalde seien die Ausbildungskapazitäten immer noch nicht ausreichend, meint BUDKE. „In Zukunft muss es darum gehen, den Hebammenberuf zu akademisieren und das Fach Hebammenwissenschaften an einer Brandenburger Hochschule einzuführen.“

Insbesondere die übermäßige Steigerung der Haftpflichtversicherungsprämien hat dazu geführt, dass viele Hebammen keine Hausgeburten mehr durchführen und Geburtshäuser schließen mussten. In Brandenburg gibt es aktuell nur noch vier Geburtshäuser: zwei in Potsdam, eines in Wendisch Rietz und eines in Eberswalde. Dazu BUDKE: „Wir wollen, dass Frauen und Familien weiterhin frei entscheiden können, wie und wo sie ihr Kind zur Welt bringen. Das ist auch eine Frage der Selbstbestimmung von Frauen. Haus- und Geburtshausgeburten müssen in Brandenburg weiter möglich sein. Wir wollen deshalb die Gründung neuer Geburtshäuser fördern.“

Derzeit gibt es 25 Abteilungen für Geburtshilfe in den Kliniken – 1989 waren es noch 40. Bei rund 19.000 Geburten im Jahr und bei weiterhin steigenden Geburtenraten seien das viel zu wenige, mahnt BUDKE: „Wir Bündnisgrüne setzen uns für den Erhalt aller noch bestehenden Geburtsstationen ein. Die Wege zu einer Klinik betragen in Brandenburg jetzt schon bis zu 60 km. Sie dürfen nicht noch weiter werden, sonst brauchen wir auch bald, wie in Schweden, Kurse für werdende Eltern mit Tipps für die Geburt im Auto.“

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Fri, 04 May 2018 08:31:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/mehr_rechte_fuer_die_doerfer_in_brandenburg/ Mehr Rechte für die Dörfer in Brandenburg http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/mehr_rechte_fuer_die_doerfer_in_brandenburg/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/mehr_rechte_fuer_die_doerfer_in_brandenburg/ Die Brandenburger Bündnisgrünen wollen die Menschen in den Dörfern stärker unterstützen. Dazu legen... Die Brandenburger Bündnisgrünen wollen die Menschen in den Dörfern stärker unterstützen. Dazu legen sie ein Bündel von Maßnahmen vor: Mehr finanzielle Eigenverantwortung durch Ortsteilbudgets, höhere Entschädigung für Lokalpolitiker vom Ortsvorsteher bis zum Kreistagsmitglied, aufschiebendes Veto-Recht für Ortsbeiräte und eine bessere Vernetzung und gegenseitige Unterstützung im Rahmen eines sogenannten „Parlaments“ der Dörfer. Damit stellen sich die Bündnisgrünen hinter die Forderungen der „Dorfbewegung“ und die Empfehlungen der Enquete-Kommission für ländliche Räume. „Es geht darum, die Dörfer und deren Einwohner*innen nicht zu vergessen, Möglichkeiten für ein lebendiges Dorfleben zu schaffen und den Dorfcharakter der kleinen Orte zu erhalten“, sagt Clemens Rostock, Vorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen Brandenburg. Die ganze Partei steht dahinter. Ein entsprechender Antrag wurde erst am letzten Sonnabend auf dem kleinen Parteitag in Eberwalde einstimmig verabschiedet.

Der Erhalt von Lebensqualität in den ländlichen Räumen ist und bleibt abhängig von den Menschen vor Ort, ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihrem Gestaltungswillen. Dieses oftmals vorhandene Engagement muss über die einzelnen Dörfer hinaus öffentlich und politisch wahrgenommen, gestärkt und vernetzt werden. Diesem Ansinnen hat sich die Brandenburger Dorfbewegung verschrieben.

„Wir streiten seit Jahren für lebendige Dörfer und ländliche Räume. Nun hat die von uns angestoßene Enquetekommission zu den ländlichen Räumen konkrete politische Empfehlungen erarbeitet, wie die Dörfer stärker mitwirken können, die wir wie auch die Dorfbewegung Brandenburg vom Land einfordern“, sagt der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke aus dem Spreewalddorf Schönwalde (Dahme-Spreewald).

Die Enquete-Kommission hat deutlich herausgearbeitet, dass viele Bürger*innen in den ländlichen Räumen mehr Mitbestimmung wünschen, diese aber sehr eingeschränkt ist. Insbesondere die Dörfer finden in der Kommunal- und Landespolitik kaum Gehör und haben nur wenige Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Ursache hierfür ist die letzte Gemeindegebietsreform, bei der viele Dörfer zu größeren Gemeinden zusammengelegt wurden. Dies brachte in vielen Fällen Synergieeffekte, zugleich waren vor der Reform rund 12.000 Menschen in Gemeinderäten aktiv, danach nur noch rund 6.000. Die Kommission empfiehlt keine Rücknahme der Reform, aber eine deutliche Stärkung der Dörfer. „Da müssen wir ran. Wenn der ländliche Raum ernsthaft gestärkt werden soll, müssen wir alle noch eine Schippe rauflegen. Unsere Vorschläge dafür liegen nun auf dem Tisch“, sagt Raschke.

Beschluss „Es lebe das Dorf – Bündnis 90/ Die Grünen unterstützt die Dorfbewegung“

gruene-brandenburg.de/userspace/BB/lv_brandenburg/Dokumente/LPR_Eberswalde_2018/Beschluesse/Es_lebe_das_Dorf_-_Buendnis_90Die_Gruenen_Brandenburg_unterstuetzt_die_Dorfbewegung.pdf Hintergrund „Dorfbewegung“

Derzeit gibt es 24 nationale Dorfbewegungen in Europa. Sie sind in den 70er Jahren zunächst in Nordeuropa als Antwort auf die großen gesellschaftlichen Zwänge entstanden: Niedergang der Landwirtschaft, kulturelle und ökonomische Urbanisierung, zunehmende Zentralisierung, Globalisierung der Märkte sowie eine unausge¬glichene Altersstruktur. Ziel solcher Bewegungen ist es, zivilgesellschaftliche Netzwerke zur Mobilisierung dörflicher Gemeinschaften zu bilden. Dorfbewegungen wollen den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft: Sie praktizieren »ortsbezogene« Demokratien unterhalb der kommunalen Ebene – häufig mit Hilfe von Dorfvereinen. Die lokalen Bedürfnisse und Sichtweisen werden auf die regionalen, nationalen und EU-politischen Ebenen übertragen und dort mit einer gemeinsamen Stimme vertreten. Im Jahr 2015 gründete sich das Brandenburgische Netzwerk Lebendige Dörfer

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Wed, 02 May 2018 12:30:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/die_kuhfluesterin_aus_stolzenhagen_anja_hradetzky_ist_die_neue_gruene_gruenderin/ Die Kuhflüsterin aus Stolzenhagen: Anja Hradetzky ist die neue Grüne Gründerin http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/die_kuhfluesterin_aus_stolzenhagen_anja_hradetzky_ist_die_neue_gruene_gruenderin/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/die_kuhfluesterin_aus_stolzenhagen_anja_hradetzky_ist_die_neue_gruene_gruenderin/ Heute Vormittag hat die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN PETRA BUDKE die... Heute Vormittag hat die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN PETRA BUDKE die Bio-Bäuerin Anja Hradetzky als Grüne Gründerin ausgezeichnet. Den Preis vergibt der Brandenburger Landesverband seit Mai 2016 an Existenzgründerinnen in der Mark Brandenburg, die sich mit originellen und nachhaltigen Ideen selbständig gemacht haben, um ihnen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu geben und ihren Mut und Geschäftssinn zu würdigen. Anja Hradetzky ist die 19. Grüne Gründerin. PETRA BUDKE übergab die Urkunde dafür, dass sich die 31-Jährige im Dezember 2016 als Trainerin für wesensgemäße Tierhaltung selbständig gemacht hat: „Sie haben sich als Frau in eine männliche Domäne vorgewagt und sind Europas einzige Kuhflüsterin. Stressarmer Umgang mit den Kühen, ohne Schreien, ohne Gewalt, das zeigen Sie eindrucksvoll, wenn Sie auf Ihrem Ökohof „Stolze Kuh“ die Kühe mit ihren Kälbern zusammenbringen. Sie leisten Bildungsarbeit und geben Seminare, in denen Sie die Methoden zu „Low Stress Stockmanship“ vermitteln, also dem stressarmen Umgang mit Herdentieren. Darüber hinaus halten Sie Rinder alter Rassen, die vom Aussterben bedroht sind.“

Die 31-jährige Anja Hradetzky, die in Eberswalde an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Ökolandbau und Vermarktung studiert hat, freute sich über die Anerkennung ihrer vielfältigen Arbeit. Sie machte darauf aufmerksam, wie Frauen viele Hürden in den Weg auf dem Weg in die Selbständigkeit gelegt werden. Von dem Minimum an Elterngeld von 300 Euro kann sie nicht einmal die Krankenversicherung zahlen. Zudem zieht sie zwei kleine Kinder groß und sagt: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine Lüge. Es geht immer zu Lasten des Kindes und der Mutter.“ Dennoch ermutigt sie Gründerinnen: „Es ist erfüllend, sein eigenes Ding zu machen. Nur mehr Support könnten alle Frauen vertragen. Die Kraft ziehe ich draus, wenn ich mit den Kühen alleine bin. Ich mache das nicht für mich, auch nicht für Geld, sondern für die Tiere.“

Anja Hradetzky und ihr Mann Janusz (30 Jahre) haben rund 90 Rinder, darunter 30 Milchkühe und 17 Kälber, auf 160 Hektar Land. Das haben Sie von der Stiftung des deutsch-polnischen Nationalparks Unteres Odertal sowie von der Stiftung des Naturschutzbundes Deutschland gepachtet – ein Glück für die Jungbäuerin aus Sachsen und den Landwirt aus Polen, denn beide hatten kein eigenes Kapital und kein Land. Ein Hindernis für viele junge Landwirte, weiß auch Dr. Michael Luthardt, bündnisgrüner Gemeindevertreter in Chorin, der zur Auszeichnung auf den Hof kam: „Anja ist ein Leuchtturm im Barnim, ein echtes Vorbild in der Landwirtschaft. Es heißt immer, junge Leute interessieren sich nicht für die Landwirtschaft. Das stimmt gar nicht. Sie kommen nur nicht an Flächen heran.“

Das Kuhflüstern, also den wesensgemäßen Umgang mit den Rindern, hat Anja Hradetzky in Kanada gelernt. „Das funktioniert allein durch Körpersprache. Man muss resolut auftreten und auf keinen Fall ranpirschen. Kühe laufen halb so langsam wie Menschen – mich bringen sie zur Ruhe, ich bin eher ein hektischer Mensch.“ Bei den Hradetzkys dürfen die Kühe ihre Hörner behalten, und sie sind den ganzen Sommer über auf der Weide draußen und fressen Gras, im Winter Heu – Silage wird nicht zugefüttert. Und vor allem: Die Mutterkuh wird nicht nach der Geburt von ihrem Kalb getrennt und dies mit Milchpulver ernährt, sondern eine Woche darf das Kalb bei der Mutter am Euter saugen. Danach gewöhnt Anja Hradetzy das Kalb behutsam an eine andere Kuh, die es quasi adoptiert und zwei oder sogar drei Kälber säugt: ammengebundene Aufzucht heißt das. Zwischen den Kühen wacht ein Bulle über seine Herde, er darf noch nach Herzenslust beturteln und besteigen. Den Bedürfnissen der Kuh gerecht werden, das macht wesensgemäße Weidentierhaltung aus, sagt Anja Hradetzky, dafür leistet sie ihre Bildungsarbeit: „Was steckt alles hinter einem Liter Milch, das weiß ja kaum mehr jemand.“

Aus den 10 bis 15 Litern Milch, die eine Kuh auf dem Ökohof gibt – im Vergleich zu auf Hochleistung getrimmten Kühen, die 30 Liter am Tag geben, ist das eher wenig – stellt Ehemann Janusz Hradetzky Halloumi und Weichkäse in der eigenen handwerklichen Käserei her. Milch, Wurst und Fleisch und Eier verkaufen sie in ihrem kleinen Hofladen. Die Stolzenhagener nehmen es gerne an, auch Berliner kommen am Sonnabend auf den Ökohof gefahren. Das Bewusstsein, für ökologisch hergestellte Lebensmittel mehr zu zahlen, wächst langsam, sagt Anja Hradetzky: „Das größte Kompliment ist es, wenn Veganer sagen: hier kann ich Fleisch essen.“

Anja Hradetzky setzt sich zudem für die dörfliche Gemeinschaft und die Vernetzung der Jungbauern ein. Sie organisiert Bauernmärkte, Workshops mit anderen Jungbauern der Oderregion, den Dörferstammtisch, sie bewirbt sich bei „Unser Dorf hat Zukunft“ und möchte im Nachbarort Lunow eine Schule gründen.

 

 

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Wed, 25 Apr 2018 10:53:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/landratskandidat_im_barnim_michael_luthardt_wir_haben_den_leuten_mit_gruenen_themen_mut_gemacht/ Landratskandidat im Barnim Michael Luthardt: "Wir haben den Leuten mit grünen Themen Mut gemacht" http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/landratskandidat_im_barnim_michael_luthardt_wir_haben_den_leuten_mit_gruenen_themen_mut_gemacht/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/landratskandidat_im_barnim_michael_luthardt_wir_haben_den_leuten_mit_gruenen_themen_mut_gemacht/ Zum Abschneiden des bündnisgrünen Kandidaten für die Landratswahl im Landkreis Barnim äußert sich... Zum Abschneiden des bündnisgrünen Kandidaten für die Landratswahl im Landkreis Barnim äußert sich die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN PETRA BUDKE: „11,6 Prozent, das ist ein stolzes Ergebnis für uns Bündnisgrüne in einem Landkreis, der 25 Jahre lang von der SPD geprägt wurde. Wir gratulieren Michael Luthardt zu seinem beachtlichen Ergebnis und danken ihm für seinen großen persönlichen Einsatz im Wahlkampf. Das überdurchschnittliche Abschneiden in ländlichen Gemeinden wie Stolzenhagen und Lüdersdorf, wo Michael Luthardt bis zu 25 Prozent holte, zeigt uns deutlich, dass unser Ziel, die ländlichen Regionen zu stärken und das Leben auf dem Land lebenswert zu machen, dort ankommt.“

Der 60-jährige Forstwissenschaftlicher Dr. Michael Luthardt zeigt sich am Tag nach der Landtagswahl mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir haben die Themen Umwelt-, Natur- und Baumschutz auf der Ebene der Kreisverwaltung in den Mittelpunkt gerückt wie sonst kein anderer der Kandidierenden. Auch den sozialen Wohnungsbau, die Förderung der ländlichen Räume im nördlichen Barnim und die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs haben wir auf die Tagesordnung gebracht, auch wenn wir nicht den Sieg davongetragen haben. Damit habe ich den Leuten Mut gemacht und viel Zuspruch erfahren. Wir Bündnisgrüne werden diese Themen weiter beharrlich verfolgen, als Bündnisgrüne im Kreisverband Barnim und ich persönlich als Gemeindevertreter in Chorin.“

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Mon, 23 Apr 2018 13:26:00 +0200
http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/parteitag_wir_stellen_die_weichen_auf_gruen_rostock_kein_weiter_so_nach_2019/ Parteitag "Wir stellen die Weichen auf grün". Rostock: "Kein "Weiter so" nach 2019" http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/parteitag_wir_stellen_die_weichen_auf_gruen_rostock_kein_weiter_so_nach_2019/ http://gruene-brandenburg.de/startseite/single-news/article/parteitag_wir_stellen_die_weichen_auf_gruen_rostock_kein_weiter_so_nach_2019/ Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen traf sich am heutigen Sonnabend in Eberswalde im... Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen traf sich am heutigen Sonnabend in Eberswalde im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio zu ihrem „Kleinen Parteitag“ mit über 60 Delegierten. Das Motto des Parteitags „Wir stellen die Weichen auf grün“ spielt einerseits auf die geforderte Trendwende in der Verkehrspolitik in Brandenburg an sowie auf die Landtagswahl 2019. Der Brandenburger Landesvorsitzende CLEMENS ROSTOCK ging in seiner Rede auf die neuesten Umfragewerte und die Möglichkeit einer bündnisgrünen Regierungsbeteiligung ein: „Wir wollen nicht irgendwelchen anderen zu einer Mehrheit verhelfen, um dann inhaltlich ein ‚Weiter so‘ zu erleben. Nur wenn es deutliche Kehrtwenden in der Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik gibt, die Kinderarmut im Land unbürokratisch angegangen und der Politikverdrossenheit ein bürgernahes Regierungshandeln entgegengesetzt wird, nur dann sind wir bereit, über eine Regierungsbeteiligung zu reden“, so Rostock.

Der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen traf sich am heutigen Sonnabend in Eberswalde im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio zu ihrem „Kleinen Parteitag“ mit über 60 Delegierten. Das Motto des Parteitags „Wir stellen die Weichen auf grün“ spielt einerseits auf die geforderte Trendwende in der Verkehrspolitik in Brandenburg an sowie auf die Landtagswahl 2019. Der Brandenburger Landesvorsitzende CLEMENS ROSTOCK ging in seiner Rede auf die neuesten Umfragezahlen und die Möglichkeit einer bündnisgrünen Regierungsbeteiligung ein: „Wir wollen nicht irgendwelchen anderen zu einer Mehrheit verhelfen, um dann inhaltlich ein ‚Weiter so‘ zu erleben. Nur wenn es deutliche Kehrtwenden in der Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik gibt, die Kinderarmut im Land unbürokratisch angegangen und der Politikverdrossenheit ein bürgernahes Regierungshandeln entgegengesetzt wird, nur dann sind wir bereit, über eine Regierungsbeteiligung zu reden“, so Rostock.

Der zweite Leitantrag befasste sich mit der Gesundheitsversorgung in Brandenburg, PETRA BUDKE brachte ihn für den Landesvorstand ein und stellte fest: „Um die Gesundheit der Brandenburger*innen ist es schlecht bestellt. Hier leben bundesweit die meisten Raucher, und die Brandenburger*innen sind zudem überdurchschnittlich häufig krank, besonders die in Pflegeberufen. Hier müssen wir dringend handeln. Wir wollen die Gesundheit der Kinder stärken, die medizinische und psychiatrische Versorgung verbessern, ganz besonders in den ländlichen Regionen, und wir wollen den Pflegenotstand angehen.“ Für Heiterkeit im Saal sorgte Petra Budke, als sie für den Erhalt aller achtzehn Geburtsstationen im Land plädierte und aus dem vermeintlichen Ratgeber „Die Autogeburt – Gut & Geborgen gebären auf Rädern“ vorlas. Damit machte sie auf die dramatische Unterversorgung von Schwangeren und Gebärenden, die hohen Haftpflichtprämien von Hebammen und überfüllte Kreißsäle aufmerksam. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge auch in ländlichen Räumen und dem bundesweiten Pflegenotstand kündigte die Bundesvorsitzende ANNALENA BAERBOCK an, in die Regionen zu gehen, um mit den Menschen zu diskutieren, wie Pflege im ländlichen Raum gestaltet werden könne oder wie z.B. Kitas auch von Bundesebene stärker unterstützt werden könnten. „Wir brauchen die Veränderungen jetzt! Das Kind in der Kita kann nicht 20 Jahre noch warten, bis die Finanzierung von acht Stunden gesichert ist. Die Oma in der Uckermark kann nicht warten, bis in 20 Jahren endlich ein Bus fährt. Das Huhn im Stall von Wiesenhof hat nicht mehr so lange Zeit. Lasst uns also einen richtig guten Wahlkampf machen! Nicht nur Eberswalde soll grüner werden, sondern viele Orte dieses Landes! Wir haben dieses Land massiv verändert, machen wir es wieder!“

Im Hinblick auf den Schwerpunkt des Parteitages, den öffentlichen Nahverkehr stärker auszubauen, sei es prioritär, dass die Landesregierung in Brandenburg die Regionen nicht weiter abhänge. Zugleich solle die Landesregierung mit der Einführung eines Sozialtickets dafür sorgen, dass „auch die Rentnerin in der Uckermark nicht vor der schwierigen Entscheidung steht, ob sie sich eine Bahnfahrt leisten kann oder den Besuch im Café“, sagte Baerbock. Öko- und Sozialpolitik seien zwei Seiten einer Medaille.

Dr. MICHAEL LUTHARDT, der am Sonntag als Kandidat für die Landratswahl im Barnim antritt, betonte, den Umwelt,- Natur- und Baumschutz stärker fördern zu wollen als bisher – dies sei vernachlässigt worden. Außerdem würde er im Falle seiner Wahl den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und das Ehrenamt stärken. Bei seinem Wahlkampf hätten sich Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung über schlechtes Betriebsklima beklagt, und Jugendliche wollten nicht zur Wahl gehen, denn, so Luhardt: „Sie kennen ja nur die Ära Bodo Ihrke. Doch die Zeiten der Hinterzimmer-Klüngeleien müssen beendet werden!“

Auch DORIS STAHLBAUM, Kreistagsabgeordnete im Barnim und bündnisgrüne Bürgermeisterkandidatin in Panketal, die sich am 10. Juni zur Wahl stellt, war als Gastrednerin zum Parteitag eingeladen. Sie wolle dem Amt eine neue, grüne Handschrift geben. „In Panketal haben wir Grünen uns seit Jahren dafür eingesetzt, dass die Gemeinde in Schulen investiert, anstatt die Trägerschaft an den Kreis abzugeben. Wir sind diejenigen, die immer wieder darauf drängen, bei Straßenbaumaßnahmen die Bürger besser mitzunehmen. Wir sind diejenigen, die darauf drängen, Biotope zu erhalten anstatt Baufreiheit zu schaffen. Wir sind diejenigen, die sich fragen, wie die Verwaltung für Bürger transparenter werden kann und wie die große Aufgabe "Digitalisierung" zu bewältigen ist.“ahl im Barnim antritt, betonte, den Umwelt,- Natur- und Baumschutz stärker fördern zu wollen als bisher – dies sei vernachlässigt worden. 

Die Fraktionsvorsitzende im Europaparlament SKA KELLER bat die Delegierten um ein Votum für die Aufstellung zur Europaliste für die Europawahl im Mai 2019. Sie brachte 80 Prozent der Delegierten hinter sich. Von 51 abgegebenen Stimmen waren eine ungültig, fünf Enthaltungen, fünf Nein-Stimmen und 40 Ja-Stimmen.

Die Grüne Jugend brachte einen Antrag zum Ausbau des Radverkehrs ein, als Reaktion auf die „Radverkehrsstrategie 2030“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. Das Fahrrad solle nicht länger ein Nischendasein fristen, sondern in das Gesamtverkehrskonzept integriert werden. Der Anteil von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr am Gesamtverkehr solle sich bis 2030 auf zwei Drittel erhöhen. Auch diesen Antrag nahmen die Brandenburger Bündnisgrünen einstimmig an.

Eine lebhafte Debatte folgte auf den Antrag „Die derzeitige Hundehalterverordnung muss weg“. Viele Mitglieder wünschten sich einen längeren Prozess bei diesem nach drei tödlichen Hundebissen in den letzten Wochen brisanten Thema, um dem angemessen Rechnung zu tragen. Deshalb wurde der Antrag vertagt, verbunden mit einem Arbeitsauftrag an den Landesvorstand.

In weiteren Anträgen wollen die Brandenburger Bündnisgrünen die EU zwar unterstützen, aber auch verändern, die Dörfer stärken, eine nachhaltige Bodenpolitik betreiben, die Massentierhaltung in Brandenburg beenden und den Tierschutzplan konsequent umsetzen, eine Landesarbeitsgemeinschaft „Frieden-Entwicklung-Migration“ gründen sowie einen Mindestsatz für Tageseltern einführen und sie damit deutlich besser bezahlen.

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Sat, 21 Apr 2018 17:05:00 +0200