27.06.2013

Grüne begrüßen Abschaltung des Berliner Forschungsreaktors und fordern absolutes Überflugverbot

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Zu der Bekanntgabe des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB), den Atomforschungsreaktor BER II in Berlin Wannsee im Jahr 2020 abzuschalten, sagt die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der Brandenburger Bündnisgrünen zur Bundestagswahl, Annalena Baerbock:

„Auch wenn wir aus Sicherheitsaspekten für eine deutlich frühere Abschaltung eintreten, ist die Entscheidung ein Schritt in die richtige Richtung. Forschungsreaktoren als Neutronenquelle sind in der Wissenschaft ein Auslaufmodell.

So lange der Forschungsreaktor noch in Betrieb ist, muss ein striktes Überflugverbot gelten. Es war eine unverantwortliche Entscheidung vom Land Berlin, den Forschungsreaktor BER II trotz erheblicher Mängel bei der Durchführung des Stresstests 2012 wieder in Betrieb gehen zu lassen. Vorrang vor Forschungsinteressen muss die Sicherheit von AnwohnerInnen und Umwelt haben. Bei einem ernsten Störfall liegt fast das gesamte Potsdamer Stadtgebiet und Gemeinden wie Stahnsdorf und Kleinmachnow in der sogenannten Schutzzone.

Zudem muss die Frage geklärt werden, wie mit der bereits jetzt fast ausgeschöpften Sammelstelle für radioaktive Abfälle (ZRA) umgegangen wird. Eine zentrale Sammlung bzw. Endlagerung der Abfälle ist ungeklärt.“

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