Brandenburger Bündnisgrüne begrüßen Initiative der DGB-Frauen zur geschlechtergerechten Bewältigung der Corona-Pandemie

„Die besondere Situation von Frauen während der Corona-Pandemie muss in der Tat stärker berücksichtigt werden. Der Parteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg wird sich bei seiner Sitzung am heutigen Montagabend ebenfalls genau mit dieser Frage beschäftigen. Wir wollen dabei landespolitische Maßnahmen ausloten, die einen Beitrag dazu leisten können, die Situation von Frauen zu verbessen. Denn gerade vor dem Hintergrund der Pandemie hat sich die strukturelle Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in vielen Bereichen verschärft."

Die DGB-Frauen Berlin-Brandenburg haben heute den Beschluss „Gleichstellungs-Check für die Corona-Politik“ des DGB-Bezirksfrauenausschusses publik gemacht. Die Landesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg, ALEXANDRA PICHL, begrüßt die Initiative der DGB-Frauen, die Corona-Pandemie geschlechtergerecht zu bewältigen.

ALEXANDRA PICHL: „Die besondere Situation von Frauen während der Corona-Pandemie muss in der Tat stärker berücksichtigt werden. Der Parteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg wird sich bei seiner Sitzung am heutigen Montagabend ebenfalls genau mit dieser Frage beschäftigen. Wir wollen dabei landespolitische Maßnahmen ausloten, die einen Beitrag dazu leisten können, die Situation von Frauen zu verbessen. Denn gerade vor dem Hintergrund der Pandemie hat sich die strukturelle Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in vielen Bereichen verschärft.

Die Forderungen der DGB-Frauen Berlin-Brandenburg, die sich größtenteils an die Bundesebene richten, unterstütze ich sehr: Die überholten, aber dennoch wirkmächtigen Rollenzuschreibungen sorgen dafür, dass einige Pandemiefolgen wie die intensivere Betreuung von Kindern größtenteils an Frauen hängenbleiben. Zu garantieren, dass Frauen dadurch kein langfristiger Schaden entsteht, ist das Mindeste. Kündigungen aufgrund von Ausfallzeiten wegen pandemiebedingter Kinderbetreuung müssen ausgeschlossen werden, Stundenreduzierungen müssen problemlos wieder aufgestockt werden können. Ein Lohnersatz für die Betreuungsarbeit während der gesamten Zeit, in der Kitas und Schulen geschlossen sind oder Kinder pandemiebedingt zuhause bleiben sollten, ist nur gerecht. Die Annahme, dass Kinder im Homeoffice gut betreut werden können, ist auf vielen Ebenen falsch. Die Eltern, insbesondere die Mütter, können dadurch weder ihrer Arbeit noch ihren Kindern auch nur ansatzweise gerecht werden. Außerdem bedeutet diese Situation eine immense Belastung, die langfristig Folgen für die psychische Gesundheit von Müttern und Kindern haben wird. Daher müssen Bildung und Betreuung Vorrang bei Lockerungen haben, wenn auch selbstverständlich erst, sobald Lockerungen wieder zu verantworten sind.“

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