23.11.2018

Grüne gegen Gewalt an Frauen: Nummer des Hilfetelefons muss noch bekannter werden: 08000 116 016

Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen erklärt die frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BRANDENBURG, Alexandra Pichl:

„Jede dritte Frau in Deutschland ist von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen. Auch in Brandenburg ist die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Frauen immer noch erschreckend hoch: 4.254 erfasste Fälle sind es 2017. Die Dunkelziffer ist sehr viel höher, denn viele Frauen trauen sich nicht, ihre Peiniger anzuzeigen. Umso wichtiger ist es, Hilfsangebote öffentlich zu machen. Deswegen unterstützen auch wir die Aktion „Wir brechen das Schweigen“ des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“. Je mehr Frauen die Nummer und das Angebot des Hilfetelefons sehen, desto mehr Frauen nehmen das Angebot wahr. Vielleicht nicht heute oder morgen, sondern nächste Woche oder nächsten Monat. Entscheidend ist, dass die von Gewalt betroffenen Frauen den ersten Schritt machen. Das aber können sie nur, wenn sie wissen, dass sie endlich Hilfe und Unterstützung erfahren werden.“

Die Nummer des Hilfetelefons für von Gewalt betroffene Frauen lautet: 08000 116 016.

Am Wochenende werden die Brandenburger Bundesgrünen auf ihrem Parteitag in Wildau das Wahlprogramm beschließen. Ein wichtiges Projekt, das die Grünen bei einer möglichen Regierungsbeteiligung umsetzen würden, ist die Zuflucht und Hilfe vor Gewalt für Frauen und Kinder. Dazu sagt Alexandra Pichl:

„Beim Schutz von Frauen und Kindern vor sexualisierter und häuslicher Gewalt wollen wir deutlich mehr tun. Polizei und Justiz müssen umfassender geschult und weitergebildet werden als bisher. Wir setzen uns dafür ein, dass Opfer von Sexualstraftaten in allen Krankenhäusern die Möglichkeit erhalten, die Spuren sichern und anonymisiert verwahren zu lassen, ohne direkt Anzeige zu erstatten. Frauenberatungsangebote und präventive Maßnahmen müssen auch in den ländlichen Räumen erreichbar sein. Wir wollen alle Frauenhäuser und Frauenschutzwohnungen in Brandenburg erhalten und die Kommunen besser in die Lage versetzen, sie verlässlich zu finanzieren.“

Hinweis für Montag, 26. November 2018 um 11.30 Uhr Ursula Nonnemacher, die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wird zusammen mit den frauenpolitischen Sprecherinnen der anderen Fraktionen sowie der Landtagspräsidentin und der Sozial- und Frauenministerin im Innenhof des Landtags die Fahne der internationalen Frauenorganisation „Terre des Femmes“ hissen. Gemeinsam zeigen die Politikerinnen Flagge gegen Gewalt an Frauen.

URL:http://gruene-brandenburg.de/service/presse/newssingle/article/gruene_gegen_gewalt_an_frauen_praeventive_massnahmen_muessen_auch_in_laendlichen_gebieten_erreichbar_sein/