Geringschätzung des Pflegeberufs ist Armutszeugnis für unsere Gesellschaft

Anlässlich des internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erklärt die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Brandenburg, PETRA BUDKE: „Wir sehen dringenden Bedarf, gegen den bundesweiten und speziell den Brandenburger Pflegenotstand anzugehen. Insbesondere muss unbedingt der Personalschlüssel verbessert werden, hier hinkt Brandenburg anderen Bundesländern wie Berlin und Bayern weit hinterher. Es gilt, endlich verbindliche Personalbemessungsinstrumente einzuführen. Zudem sollte das bewährte Modell der Bezugspflegerinnen und -pfleger wieder die Regel und nicht die Ausnahme sein.

Anlässlich des internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erklärt die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Brandenburg, PETRA BUDKE:

„Wir sehen dringenden Bedarf, gegen den bundesweiten und speziell den Brandenburger Pflegenotstand anzugehen. Insbesondere muss unbedingt der Personalschlüssel verbessert werden, hier hinkt Brandenburg anderen Bundesländern wie Berlin und Bayern weit hinterher. Es gilt, endlich verbindliche Personalbemessungsinstrumente einzuführen. Zudem sollte das bewährte Modell der Bezugspflegerinnen und -pfleger wieder die Regel und nicht die Ausnahme sein. Auch verdienen Pflegekräfte andernorts deutlich besser. In Berlin beispielsweise erhalten sie im Schnitt zehn Prozent mehr als in Brandenburg. Heimbewohner*innen und Pflegende sind gleichermaßen unzufrieden: Beide Seiten wollen mehr Zeit für die Pflege haben, damit es nicht nur bei der Körperpflege und Medikamentengabe bleibt, sondern sie sich dem Menschen zuwenden können und auch mal Muße für ein Gespräch haben.

Der Krankenstand von Altenpfleger*innen ist von allen Berufen am höchsten. Das ist ein deutliches Signal für die körperliche und psychische Überlastung der Pflegekräfte und zeigt, wie groß der Handlungsbdarf ist. Es ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass wir die Tätigkeit der Pflegekräfte so gering schätzen.

Wir Bündnisgrüne setzen uns für eine Ausbildungsoffensive ein, damit mehr junge Leute sich für den Pflegeberuf entscheiden. Es gilt, diesen sozialen Beruf, der erfüllend und bereichernd sein kann, mit guten Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen wieder attraktiv zu machen.“

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Pressemitteilung LV | Soziales und Gesundheit