30.04.2019

Tag der Arbeit - Ursula Nonnemacher: „Chancengleichheit, Solidarität und Teilhabe gehen nur mit fairen Löhnen.“

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai greift Ursula Nonnemacher, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die Landtagswahl, die jüngsten vom Bundessozialministerium veröffentlichten Zahlen von Ende 2017 zur Höhe der Gehälter für sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigungen in den einzelnen Bundesländern auf:

„In Brandenburg verdient ein Drittel der Menschen weniger als 2.000 Euro bei Vollzeitbeschäftigung. 30 Jahre nach dem Mauerfall hinkt der Osten noch immer dem Westen hinterher, viele Brandenburger*innen merken, dass der jahrelang anhaltende Wirtschaftsaufschwung nicht in gleicher Weise bei ihnen ankommt. Das ist verheerend und trägt zur Spaltung der Gesellschaft bei. Aus den Geringverdienern von heute werden die armen Rentner und ganz besonders die armen Rentnerinnen von morgen, denn Altersarmut ist zumeist weiblich.“

Um Altersarmut vorzubeugen, müsse der Mindestlohn auf knapp 13 Euro die Stunde angehoben werden. Nonnemacher fordert zudem ein Konzept, um Minijobs in regulär besteuerte und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen. Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse werden überwiegend von Frauen ausgeübt und setzen durch fehlende Beitragspflicht zu Sozialversicherungen Fehlanreize. „Unser grünes Gesellschaftsbild ist geprägt von Chancengleichheit, Solidarität und Teilhabe. Sozialverträgliche Beschäftigung und faire Entlohnung gehören für uns zu den Grundlagen nachhaltigen Wirtschaftens.“

Der Blick müsse zudem über das Land Brandenburg hinaus ausgeweitet werden.  Ein vereintes Europa muss sich gemeinsam auch den sozialen Fragen widmen. „Wir können bei Lohndumping und hoher Jugendarbeitslosigkeit in anderen EU-Ländern nicht einfach wegsehen. Als Bündnisgrüne machen wir uns stark für ein solidarisches Europa.“

URL:http://gruene-brandenburg.de/themen/gruene-wirtschaft/newssingle/article/tag_der_arbeit_ursula_nonnemacher_chancengleichheit_solidaritaet_und_teilhabe_gehen_nur_mit_fairen_loehnen/