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20.02.2018

Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar: „Sorgen um die Zukunft treiben viele Menschen in Brandenburg um.“

Foto Nutzungsrechte: Bündnis 90/Die Grünen

Die Brandenburger Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, PETRA BUDKE, betont anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit, dass sich die Menschen in vielen Regionen Brandenburgs abgehängt fühlten: „Wenn kein Bus mehr fährt, kein schnelles Internet vorhanden ist, der Arzt keine*n Nachfolger*in findet und die Kita geschlossen wird. Hier will grüne Politik ansetzen und gute Lösungen für die Zukunft entwickeln. Der zügige Ausbau schneller Internetverbindungen, tragfähige Konzepte für den öffentlichen Nahverkehr und gute Bildungsangebote sorgen dafür, dass das Leben in den ländlichen Regionen für junge Familien wieder attraktiv wird.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hebt BUDKE hervor, wollten den sozialen Zusammenhalt stärken, Armut bekämpfen und für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe sorgen. „Besonders Kinder sowie viele ältere Menschen sind von Armut betroffen oder bedroht. Alleinerziehende und kinderreiche Familien brauchen eine Unterstützung, die sie auch wirklich erreicht. Kindergelderhöhungen für alle nach dem Gießkannenprinzip helfen da nicht. Der Kindergeldzuschlag erreicht viele betroffene Familien nur, wenn er nicht mehr beantragt werden muss, sondern automatisch ausgezahlt wird. Um Kinder wirklich aus der Armut zu holen, brauchen wir endlich die bundesweite Kindergrundsicherung. In Brandenburg sollten wir nicht nur am "Runden Tisch" über Kinderarmut reden, sondern endlich handeln. Ein kostenfreies Mittagessen in Kita und Schule sowie ein Maßnahmenpaket für bessere Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben würde vielen betroffenen Kindern helfen. Für mehr Chancengerechtigkeit in der Zukunft sorgen wir mit guten Kitas, in denen die Erzieher*innen auch Zeit für jedes einzelne Kind haben und mit gutem Unterricht, in dem jedes Kind individuell gefördert wird.

Wir Grüne wollen eine Alterssicherung, die für alle Menschen funktioniert und in der alle solidarisch füreinander einstehen. Es kann nicht sein, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, im Alter Grundsicherung beziehen müssen. Die im Koalitionsvertrag der neuen Großen Koalition vorgesehene Mütterrente hilft nicht gegen Altersarmut, denn sie wird auf Hartz-IV-Bezüge angerechnet. Das beste Rezept gegen Altersarmut sind Löhne, die im Alter auch eine ausreichende Rente garantieren. Wir wollen eine Garantierente gegen Altersarmut einführen, die Rentensysteme in Ost und West möglichst schnell angleichen und die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Versicherung für alle Bürgerinnen und Bürger umbauen.“

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