09.10.2019

Frisch vom Acker und von glücklichen Tieren: Preis Grüne Gründerin für Monis Biohofladen in Teltow

Monique Henschel (mittig) ist die neue Grüne Gründerin in Potsdam-Mittelmark/Teltow. Die frauenpolitische Sprecherin Alexandra Pichl (links) und Anna Emmendörffer (rechts) zeichnen sie für Monis Biohofladen mit Urkunde und Blumen aus.

Teltower Rübchen, Rote Beete, Grünkohl, Tomaten der Sorte Campari und Hokkaido-Kürbisse: dieses Gemüse wächst gleich hinter dem neu eröffneten Hofladen von Monique Henschel. Seit drei Monaten gibt es in Teltow jeden Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und Sonnabend von 8 bis 15 Uhr in „Monis Biohofladen“ regionales und saisonales Obst und Gemüse in Bioqualität. Das ist dem Landesverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg die Auszeichnung Grüne Gründerin wert: Heute vergab die frauenpolitische Sprecherin Alexandra Pichl den Preis an die 28-jährige Biologin: „Gesunde, pestizidfreie Lebensmittel, die aus der Region stammen, das wissen immer mehr Leute in Brandenburg zu schätzen“, Die Eier bezieht die junge Unternehmerin vom Biohof in Werder von freilaufenden Hühnern, den handgefertigter Quark und Käse von der Hofkäserei Blankenfelde. Hier stehen die Kühe das ganze Jahr auf der Weide und säugen ihre Kälber so lange, bis diese keine Milch mehr brauchen. Zu kaufen gibt es auch Öle gepresst aus heimischem Pflanzenmaterial sowie Äpfel und Birnen von Obstbauern ihres Vertrauens.

Monique Henschel ist die 27. Grüne Gründerin. Seit Mai 2016 vergibt der Brandenburger Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN diese Auszeichnung an Existenzgründerinnen aus Brandenburg, um ihren Mut und Geschäftssinn für nachhaltige Konzepte zu würdigen und ihnen mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu verleihen. Der Preis ging bereits zweimal an Geschäftsfrauen aus Potsdam-Mittelmark: an Karsta Semler aus Stahnsdorf mit ihrem Catering-Service „Die Karlotte“ sowie an drei Forscherinnen aus Nuthetal für Hundeleckerlis aus Mehlwürmern. Für Monique Henschel war ihr Unmut beim Einkaufen Motivation zur Unternehmensgründung: „Wenn ich im Supermarkt einkaufen war, musste ich mich meistens zwischen regionalen Produkten und Bio-Produkten entscheiden: konventionelle Zwiebeln aus Deutschland oder Bio-Zwiebeln aus Ägypten? Das hat mich geärgert! Warum konnte ich kein pestizidfreies Obst und Gemüse aus der Region haben?“

Seit Juni gibt es dieses nun in Teltow, wo Henschel arbeitet und lebt. Die gebürtige Berlinerin, die vor zwei Jahren ihr Biologiestudium in Köln abgeschlossen hat und zurück nach Brandenburg zog, suchte das Gespräch mit dem Bio-Bauern Axel Szilleweit, bekannt durch sein Geschäft „Teltower Rübchen“. Ihm gehören das viereinhalb Hektar große Ackerland und die bislang leerstehende Hütte darauf, die Henschel kurzerhand renovierte. Alles andere wie Auslagen, Waage und Kasse konnte die junge Unternehmerin übernehmen.

Neben Kopfsalat, dem leicht scharfem Asiasalat, Rucola, Paprika, Kartoffeln und Zwiebeln will Monique Henschel zukünftig ein Hochbeet für die Kräuter anlegen, Jungpflanzen zum Kauf anbieten und Mini-Kiwis züchten. Zudem hat sie vor, die Öffnungszeiten des Hofladens auszuweiten – ihre vielen Stammkunden würden das begrüßen.

 

 

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