22.05.2019

Bundesverdienstkreuz für den Frankfurter Künstler und Grünen Michael Kurzwelly

Heute erhält der Frankfurter Künstler Michael Kurzwelly das Bundesverdienstkreuz am Bande von Frank-Walter Steinmeier überreicht. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes wird er als ein Akteur, der sich in herausragender Weise für die politische Bildung und die Werte unserer Verfassung engagiert hat, mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Bundespräsident würdigt damit in besonderer Weise das Engagement von Michael Kurzwelly für das Projekt "Slubfurt".

Michael Kurzwelly ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen, war 2011-2013 Sprecher des Frankfurter Kreisverbandes und ist seit 10 Jahren sachkundiger Einwohner für die Frankfurter Grünen im Kulturausschuss, sowie Mitglied im Integrationsbeirat der Stadt Frankfurt (Oder).

Alena Karaschinsky, Sprecherin des Kreisverbandes gratuliert:
"Der Verdienstorden der Bundesrepublik ist eine angemessene Würdigung für das Wirken von Michael Kurzwelly in den letzten 20 Jahren in unserer Stadt. Sein Projekt Slubfurt hat uns Einwohner*innen der Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Slubice in den letzten 20 Jahren verändert, denn es hat uns gezeigt, dass sein kann, was wir denken können. Slubfurt war der Vorläufer unserer heutigen europäischen Doppelstadt. Michael Kurzwelly hat als Gründer und Seele von Slubfurt hunderte Menschen inspiriert, aktiviert, integriert und durch seine Aktionen provoziert und zu Widerspruch und Diskurs herausgefordert. Er lebt als Mensch und als Slubfurt-Vater zutiefst demokratische und humanistische Werte und zeigt beständig, dass sich einbringen und beteiligen, lohnt. Wir sind stolz, ihn in unseren Reihen zu haben und gratulieren ihm von Herzen."

Sahra Damus, Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung ergänzt: "In den letzten Jahr engagiert sich Michael Kurzwelly auch besonders für die Integration von Geflüchteten. Der von ihm initiierte "Brückenplatz - plac mostowy" ist ein Beispiel dafür, wie das Zusammenleben mit Geflüchteten in unserer Gesellschaft gelingen kann. Er bietet Gelegenheit, im Alltag miteinander in Kontakt zu kommen: bei Sport, Tanz, Gebet oder in der Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Nicht zuletzt tragen solche Projekte wie der Brückenplatz dazu bei, dass Menschen sich annähern und nicht Hass und Hetze die Oberhand gewinnen. Für das Projekt braucht es daher unbedingt eine nachhaltige Perspektive in unserer Stadt, z.B. in Form eines soziokulturellen Zentrums."

Hoch erfreut zeigte sich auch Clemens Rostock, der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen: "Ich bin viel in der deutsch-polnischen Grenzregion unterwegs, aber ich kenne niemanden, der so unverkrampft, niedrigschwellig und dabei stets fröhlich die Grenze in den Köpfen verschwinden lassen kann", so Rostock. Es ist gut zu wissen, dass dieses Engagement wahrgenommen und mit der Auszeichnung auch gewürdigt wird.

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