Land lässt Schulsystem weiter ausbluten - Bündnisgrüne fordern 600 neue Vollzeitstellen - sofort

Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahlen MARIE LUISE VON HALEM hat die Landesregierung aufgefordert, zur Verbesserung der Unterrichtsqualität die in diesem Jahr wegfallenden Lehrerstellen komplett durch Neueinstellungen auszugleichen. "Im beginnenden Schuljahr 2009/10 müssen 600 neue Vollzeitstellen für Lehrerinnen und Lehrer geschaffen werden und nicht nur 200, wie es das Bildungsministerium beabsichtigt." Vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahl könnte so wirkungsvoll die dringend notwendige Verbesserung der Unterrichtsqualität begonnen und der Unterrichtsausfall reduziert werden. Die für das Bildungsressort zuständige SPD begnüge sich derzeit jedoch damit, Wahlversprechen über 1250 Neueinstellungen im Verlauf der kommenden Legislaturperiode abzugeben.

"Ich frage mich, warum sie nicht sofort damit beginnt, die Voraussetzung für eine bessere Unterrichtsqualität zu schaffen." Die heute von Bildungsminister Rupprecht vorgestellten Zahlen verdeutlichten, "dass der Stellenabbau in den Schulen und damit das Ausbluten des brandenburgischen Bildungssystems trotz aller Wahlversprechen weitergeht." Danach stehen 600 durch Zwangsteilzeitregelungen und dem Ausscheiden aus Altersgründen wegfallende LehrerInnenstellen nur 200 neue Vollzeitstellen gegenüber.

Mit der von Bündnis 90/Die Grünen geforderten deutlichen Erhöhung der Neueinstellungen ließen sich beispielsweise die Stundenzuweisungen für die Schulen zur eigenen Verfügung (Schulpool) verbessern. Die Schulen würden damit sofort in die Lage versetzt, pädagogische Schwerpunkte zur Qualitätssteigerung auch zu realisieren. Schwachpunkte wie die schlechte Lesekompetenz könnten durch eine bessere LehrerInnenausstattung gezielt angegangen, Unterrichtsausfall durch eine Erhöhung der Vertretungsreserve stark vermindert werden.

 

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Bildung | Pressemitteilung LV