Mehr Transparenz bei Atomtransporten

Heute wird ein Schiff mit radioaktiv belasteten Bauteilen aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim in Brandenburg erwartet. Informationen von Seiten der Behörden? Fehlanzeige. Diese Verheimlichungspolitik muss endlich ein Ende haben, fordert der bündnisgrüne Landesvorsitzende Benjamin Raschke.

Zu dem heute in Brandenburg erwarteten Schiff mit radioaktiv belasteten Bauteilen aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim in Baden-Württemberg sagt der bündnisgrüne Landesvorsitzende Benjamin Raschke:

„Die Verheimlichungspolitik im Zusammenhang mit Atomtransporten muss endlich ein Ende haben. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein berechtigtes Interesse, über die Transporte und Risiken aufgeklärt zu werden – vor allem, wenn sie vor ihrer Haustür stattfinden. Nach wie vor herrscht hier von Seiten der Behörden aber eine Kultur der Intransparenz, die dazu führt, dass die Verantwortlichen weder dem Gebot der Strahlenminimierung genügen, noch aus-reichend auf Transportunfälle vorbereitet sein können. Es kann nicht sein, dass selbst die Bürgermeister der an der Strecke liegenden Orte aus der Zeitung von den Transporten erfahren müssen.“

Mit Blick auf die aktuell transportierten Komponenten sagt Raschke: „Vor dem Hintergrund der zunehmenden AKW-Stilllegungen fordern wir eine umfassende Sicherheitsbetrachtung auch beim Transport von Großkomponenten. Gerade bei den sogenannten Dampferzeugern, von denen aktuell zwei nach Lubmin transportiert werden, gibt es zahlreiche, zum Teil sehr filigrane Einzelteile. Was hiermit beispielsweise bei Transporterschütterungen passieren kann, ist noch nicht im Detail untersucht. Hier müssen öffentliche Studien zu Risiken und möglichen Abhilfen vorgelegt werden“, so Raschke.

Der bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Axel Vogel sich wird am Samstag, 2. Juni, an den in Eberswalde geplanten Aktionen des Anti-Atombündnisses Eberswalde beteiligen. 

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