25.05.2017

Ein Jahr Grüne Gründerin – die Brandenburger Grünen zeichneten neun Brandenburgerinnen aus

das Logo der Grünen Gründerin: auf weißem Grund eine Sonnenblume, hellgrün der Punkt und die Aufschrift: Grüne Gründerin. Diesen Aufkleber bekommen alle Grünen Gründerinnen zur Auszeichnung überreicht - neben Blumenstrauß und Urkunde.

Das Logo der Grünen Gründerin.

Neun souveräne Existenzgründerinnen mit inspirierenden, nachhaltigen Konzepten hat PETRA BUDKE, die Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen, in den vergangenen zwölf Monaten in Brandenburg ausgezeichnet - von Potsdam bis Cottbus, Glienicke bis Stahnsdorf, Brandenburg an der Havel bis Falkenhagen, Falkensee bis Burg im Spreewald. Im Mai 2016 hatte sie die Auszeichnung „Grüne Gründerin“ zum ersten Mal vergeben, an eine Schneiderwerkstatt in Falkensee. Am kommenden Montag wird PETRA BUDKE wieder eine Grüne Gründerin im Havelland auszeichnen: die 40jährige Nicole Willmann aus Friesack, die sich vor zwei Jahren mit ihrer Töpferei „Keramik am Rhinkanal“ selbständig gemacht hat. Sie ist damit die zehnte Grüne Gründerin.

„Wir sind stolz darauf, den Preis bereits ein Jahr lang an Brandenburger Unternehmerinnen zu vergeben“, sagt PETRA BUDKE.. „Sie stärken die regionale Wirtschaft mit ihren originellen Geschäftsideen, sie achten auf nachhaltige und faire Herstellung bzw. Angebote und liegen damit genau auf unserer grünen Werteskala. Es berührt mich jedes Mal, wenn wir die Frauen durch unsere Wertschätzung – der Preis ist ja nicht dotiert – mit einem kleinen Blumenstrauß, einer Urkunde und einer Ansprache aus ihrem Arbeitsalltag herausholen und ihnen vermitteln, dass es toll ist, was sie da leisten.“

Doch leider unternähme die Bundesregierung nach wie vor zu wenig, um selbständigen Unternehmerinnen in Deutschland den Weg zu ebnen, kritisiert PETRA BUDKE weiter. Hohe Mindestbeiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung und bürokratische Hürden im Gründungsprozess seien nur zwei Bereiche, die Selbstständige im Verhältnis zu Angestellten benachteiligten. „Frauen mit Kindern tragen darüber hinaus zusätzliche Risiken, wenn sie sich für eine Gründung entscheiden, denn sie müssen oft beides stemmen: Familie und Haushalt managen und ihre Firma leiten. Umso bemerkenswerter sind der Mut und die Hartnäckigkeit dieser Frauen, ihr Unternehmen zu führen.“

Aussichtsreich seien originelle Konzepte wie die Landwirtschaftsschule für Kinder mit angeschlossenem Hofladen oder die Hebammenpraxis mit Turnstudio, weiß PETRA BUDKE. „Frau muss sich heute etwas Besonderes einfallen lassen, um im Markt zu bestehen, sich vernetzen und sichtbar sein. Darin wollen wir sie unterstützen und durch unseren Preis bekannter machen“, resümiert PETRA BUDKE. Dabei hätten die Frauen oftmals etwas völlig anderes gelernt. „Die Biochemikerin wird Buchhändlerin, die Tierärztin bearbeitet Ton zu Keramik, die Verkäuferin im Drogeriemarkt macht nach der Insolvenz des Arbeitgebers ein Reformhaus auf, die Architektin backt Brot und eröffnet ein Café mit Feinkostladen. Das Hobby wird zur Leidenschaft, die Leidenschaft zum Beruf.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen auf Bundesebene für Existenzgründerinnen, die den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit wagen, auch eine bessere soziale Absicherung erreichen, durch Entlastungen bei der Steuer und durch Einbeziehung in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung mit geringen Mindestbeiträgen. „Wir werden uns weiterhin für die Förderung von Existenzgründerinnen stark machen und tatkräftige Frauen mit nachhaltigen Geschäftsideen für Brandenburg auszeichnen“, so BUDKE. Eine Rosenzüchterin in der Uckermark, eine Versandhändlerin mit ökologischen Haushaltswaren und Spielzeug in Dahme-Spreewald und eine Milchbäuerin und Kuhflüsterin in Barnim sind die nächsten Grünen Gründerinnen.

 

 

Kategorien:Frauen News
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