21.10.2008

„Leitstudie 2008“ zeigt: Brandenburg energiepolitisch auf dem Holzweg

Der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, AXEL VOGEL, hat die Landesregierung zu einer neuerlichen Überarbeitung ihrer Energiestrategie aufgefordert. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im Hinblick auf eine fortschrittliche, klimafreundliche Energiepolitik müssten berücksichtigt werden. Das vor wenigen Tagen vom Bundesumweltministerium veröffentlichte wissenschaftliche Gutachten "Leitstudie 2008" zeige "dass Brandenburg mit dem Festhalten an der Braunkohleverstromung auf dem Holzweg" ist. Die harsche Kritik der Regierungskoalition am Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue" sei völlig unangebracht. In der Leitstudie werde erstmals dargelegt, dass das Auslaufen der Braunkohleverstromung bis 2050 möglich und nötig ist. "Deutschland muss die klimaschädliche Kohleverstromung drastisch herunterfahren, um seine Klimaziele einzuhalten. Die neue Studie des Bundesumweltministeriums beweist aufs neue, dass mit den Erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz realistische Alternativen zu Kohle und Atom bestehen."

Die Leitstudie 2008 zeige, dass Deutschland den Anteil Erneuerbarer Energien bis 2030 auf 50 Prozent der Stromerzeugung, bis 2050 auf 81 Prozent steigern, bei intensiven Anstrengungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Modernisierung des Kraftwerksparks planmäßig aus der Atomenergie aussteigen und seine Klimaschutzziele erreichen kann. Die viel beschworene "Stromlücke" ist nach Einschätzung der Wissenschaftler nicht erkennbar. Das gesamte Energiesystem werde flexibler und damit die Energiesicherheit deutlich erhöht.

 

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