Personalplanung bei den Lehrkräften eine Milchmädchenrechnung

09.08.11

Anlässlich der Ankündigung des Finanzministers bis 2015 mehr als 2000 neue Lehrkräfte einzustellen sagt die bildungspolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Marie Luise von Halem:

„Wenn die Landesregierung ihren eigenen Anspruch ernst nimmt, die Schüler-Lehrer-Relation von 15,4 bis zum Ende der Legislaturperiode zu halten, muss sie dieses Jahr deutlich mehr als die geplanten 250 Lehrkräfte einstellen. Alles andere bleibt eine Milchmädchenrechnung.

Ich begrüße, dass nun in der Personalbedarfsplanung die Schüler-Lehrer-Relation von 15,4 bis zum Ende der Legislaturperiode festgeschrieben ist - wenn das auch bedeutet, dass nicht die geringste Verbesserung in Sicht ist. Die entscheidende Frage jedoch bleibt, woher die Landesregierung die neuen Lehrkräfte nehmen will.

Bereits in der Personalbedarfsplanung der Landesregierung vom Juli diesen Jahres war von einem Bedarf von 2350 Lehrerinnen und Lehrern bis zum Jahr 2015 die Rede. Zieht man die 250 Lehrkräfte ab, die in diesem Jahr neu eingestellt werden, bleiben für die nächsten vier Jahre noch 2100 Neueinstellungen und damit durchschnittlich 525 pro Jahr. Die jährliche Zahl fertig ausgebildeter Lehrkräfte liegt jedoch lediglich bei 450 und dabei entsprechen Schulart und Fächerkombination oft nicht dem Bedarf.

Aus diesem Grund muss die Landesregierung jetzt die noch freien Lehramtsanwärter einstellen, um langfristig den enormen Bedarf an neuen Lehrkräften decken zu können. Die Abwanderung dieser jungen Menschen in andere Bundesländer können wir uns nicht leisten."

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