Bündnisgrüne für den Erhalt der Arbeitsplätze in Hennigsdorf

Im größten deutschen Bombardier-Werk in Hennigsdorf mit noch 2400 Beschäftigten soll nach mehr als 100 Jahren die Serienproduktion wegfallen. Das betrifft vor Ort 400 bis 500 Arbeitsplätze, die sozialverträglich abgebaut werden sollen. Dazu erklärt die Landesvorsitzende Petra Budke: "Die Entscheidung des Bombardier-Aufsichtsrats, die Zugproduktion in Zukunft nach Bautzen zu verlagern, ist traurig. Am Standort Hennigsdorf ist alles vorhanden, was für eine moderne Fahrzeugproduktion gebraucht wird: Motivierte Fachkräfte, erfahrene Ingenieure, Maschinen, Know How."

30.06.17 –

Im größten deutschen Bombardier-Werk in Hennigsdorf mit noch 2400 Beschäftigten soll nach mehr als 100 Jahren die Serienproduktion wegfallen. Das betrifft vor Ort 400 bis 500 Arbeitsplätze, die sozialverträglich abgebaut werden sollen.

Dazu erklärt die Landesvorsitzende Petra Budke: "Die Entscheidung des Bombardier-Aufsichtsrats, die Zugproduktion in Zukunft nach Bautzen zu verlagern, ist traurig. Am Standort Hennigsdorf ist alles vorhanden, was für eine moderne Fahrzeugproduktion gebraucht wird: Motivierte Fachkräfte, erfahrene Ingenieure, Maschinen, Know How. Im Bautzener Werk dagegen muss alles neu aufgebaut werden, die Tarifverträge gelten hier wie da. Außerdem ergibt es wenig Sinn, Entwicklung und Produktion zu trennen. Gerade wenn im laufenden Produktionsprozess Verbesserungen notwendig werden, ist es von Vorteil wenn die Ingenieure direkt vor Ort sind. Fördermittel müssen nachhaltig eingesetzt werden. Sie dürfen nicht dafür ausgegeben werden, dass an einem Standort Arbeitsplätze abgebaut werden und in einem anderen Bundesland neu aufgebaut wird.“

Landesvorsitzender Clemens Rostock ergänzt mit Blick in die Zukunft: "Bei der Bundestagswahl streiten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für jährlich eine Milliarde Euro mehr für Angebot und Qualität im Bahnverkehr. Bisher sind es deutschlandweit etwa 8,5 Mrd EUR jährlich. Wenn die Politik in Zukunft mehr in den Ausbau des Schienenverkehrs investiert, kann der Arbeitsplatzabbau nach den Worten des Aufsichtsrats geringer ausfallen. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes in Berlin zeigt, wie es gehen könnte." 

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Mobilität | Pressemitteilung LV | Wirtschaft, Finanzen