Kreis Havelland muss verkleinert werden

31.03.16

Pressemitteilung der Landrätinkandidatin im Havelland von Bündnis 90/Die Grünen, Petra Budke

zum 1. April 2016

Wie die Landrätinkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Petra Budke aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wird zurzeit in der Kreisverwaltung Havelland intensiv über eine Verkleinerung des Kreisgebiets nach der Reform durch die rot-rote Landesregierung diskutiert.

Auch Budke sieht in einer Verkleinerung des Havellands großes Potenzial für die Zukunft: „Denn schon jetzt ist absehbar, dass die Havel mit ihren vielen Überschwemmungen weiterhin viele Probleme verursachen wird.“ Der Fluss ziehe kaum Touristen an. Stattdessen würden sich Biber und Kraniche unkontrolliert vermehren und sogar Wölfe in die Region gelockt. Da man sie nicht abschießen dürfe und es schwierig sei, die Grenzen dicht zu machen, sei es besser, die Havelregion aus dem Kreisgebiet herauszulösen und den Nachbarkreisen oder besser noch Sachsen-Anhalt zuzuschlagen.

Denn auch die großen Naturschutzgebiete im Westhavelland seien eine Belastung. „Die strengen Vorschriften hinsichtlich des Düngemittel- und Pestizideinsatzes erschweren die landwirtschaftliche Nutzung enorm. Da geht eigentlich nur noch Öko-Landbau und der wird kaum subventioniert“, sagte Budke. „Man darf dort ja noch nicht einmal Windräder aufstellen“, so die Grünen-Landesvorsitzende weiter.

In diesem Zusammenhang müsse auch darüber diskutiert werden, ob die Birne als Symbol für das Havelland noch zukunftsfähig sei. „Viele Menschen in ganz Deutschland wurden in der Schule ja mit dem berühmten Fontane-Gedicht über den Herrn von Ribbeck im Havelland gequält. Das weckt doch eher negative Assoziationen“, meinte Budke, die von Beruf Deutschlehrerin ist. „Es ist sicherlich eine schöne soziale Geste, dass der alte Herr von Ribbeck seinen Reichtum teilte und Birnen an notleidende Kinder verschenkte. Aber dass die Sparsamkeit des jungen Ribbeck im Gedicht so negativ dargestellt wird, halte ich für sehr bedenklich“, so Budke weiter. Denn auch die Obstproduktion müsse sich schließlich an wirtschaftlichen Kriterien ausrichten.

Wenn kaum noch Havel durch das Havelland fließe, müsse man auch einen neuen Namen für den Landkreis finden. Der dürfe aber nicht von oben verordnet werden, fordert Budke. Sie möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger an der Namensfindung beteiligt werden. Vorschläge können bereits ab 1. April 2016 per Email an die Kandidatin unter mail@gruene-havelland.de gesendet werden. Der Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen wird sich dann nach der Wahl in einer Sondersitzung mit der Namensgebung befassen.

Dass einige ewig-gestrige Einwohnerinnen und Einwohner mit einem Volksbegehren gegen die Pläne vorgehen könnten, um das Havelland in seiner jetzigen Form zu erhalten, befürchtet Budke nicht. „Die Hürden für Volksbegehren sind in Brandenburg so hoch, dass das kaum Aussicht auf Erfolg hätte.“

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