Die Dialogreihe „Bier mit Banaszak“ ist erfolgreich in ihre dritte Runde in Brandenburg gestartet. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger folgten am Dienstagabend der Einladung des Grünen-Politikers Felix Banaszak ins Havelrestaurant Schwedendamm in Rathenow und sorgten für ein volles Haus. Damit machte das Format erstmals im Havelland Station. Unter dem Motto „Ihr die Fragen, ich die Rechnung“ diskutierten die Teilnehmenden mit Felix Banaszak sowohl bundespolitische Themen als auch konkrete Herausforderungen vor Ort.
Begrüßt wurden die Gäste vor Ort von Bettina Trägenapp, Sprecherin, und Adrian Stiel, Co-Sprecher des Regionalverbands Westhavelland der Bündnisgrünen. Die Veranstaltung dauerte knapp drei Stunden. Die vom Verfassungsschutz Brandenburg als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD hatte im Vorfeld eine Parallelveranstaltung in der Innenstadt angekündigt, was bei einigen im Vorfeld Sorgen vor möglichen Zwischenfällen oder Störungen auslöste. Die Stimmung im Havelrestaurant blieb jedoch durchweg konstruktiv und friedlich.
Im Fokus standen unter anderem die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, die Zukunft der Gesundheitsversorgung, wirtschaftliche Perspektiven sowie aktuelle internationale Entwicklungen. Besonders deutlich wurde das große Interesse an parteiübergreifendem Dialog: Nach Einschätzung vor Ort waren über zwei Drittel der Teilnehmenden keine Mitglieder der Bündnisgrünen.
Die Veranstaltung zog ein breites gesellschaftliches Spektrum an. Neben Bürgerinnen und Bürgern aus Rathenow und Umgebung waren auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener politischer Parteien sowie der regionalen Wirtschaft anwesend. Auch der Rathenower Bürgermeister Jörg Zietemann (parteilos) nahm an dem Austausch teil.
Ein besonderes Zeichen setzten Landwirte aus der Region, die eigens mit Traktoren zur Veranstaltung kamen und einen Brief übergaben, in dem sie auf ihre Sorgen und Herausforderungen aufmerksam machten. Auch über den Abend hinaus bot Banaszak an, bei offenen Fragen den Kontakt in die Bundespolitik herzustellen oder weitere Gespräche zu führen.
Zum Abschluss zog Felix Banaszak ein persönliches Fazit: „Ich habe vor einiger Zeit mein neues Regionalbüro in Brandenburg an der Havel eröffnet, auch als eine Art Tor nach Brandenburg, in den Osten hinein. Für mich als Duisburger ist das eine neue Erfahrung. Und es hat sich schon jetzt richtig gelohnt. Nicht nur in Brandenburg an der Havel selbst, sondern im ganzen Land bin ich unterwegs, heute hier in Rathenow. Der Laden war voll, wir sind ins Gespräch gekommen. Und genau das brauchen wir gerade: Demokratie lebt vom Dialog. Das hatten wir heute und das werden wir auch in Zukunft immer wieder haben. Dafür komme ich sehr gerne hierher.“
Auch Antje Töpfer, Sprecherin der Bündnisgrünen im Havelland, zog ein positives Resümee: „Ich fand es total schön, dass Felix hier nach Rathenow gekommen ist. Ich finde das Format großartig: Mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten, einfach da zu sein und nahbar zu sein. Das ist sehr gut angekommen.“ Banaszak kündigte an seine Dialogtour durch Brandenburg fortzusetzen. Weitere Termine sind bereits in Planung.