Internationale Wochen gegen Rassismus: Brandenburger Bündnisgrüne bringen Perspektiven zusammen

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus haben die Brandenburger Bündnisgrünen gemeinsam mit dem Kreisverband Potsdam und PAWLO-Masoso e.V. zu einer Veranstaltung unter dem Titel „(Pan-) Afrikanische Perspektiven zur 2. UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft“ nach Potsdam eingeladen. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung in das bündnisgrüne Ladenlokal, um sich auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Die Landesvorsitzende Juliana Meyer hob die besondere Bedeutung der Aktionswochen hervor: „Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind ein Moment des Innehaltens – aber auch ein Moment des Handelns. Rassismus und Ausgrenzung sind für viele Menschen alltägliche Realität. Dem stellen wir uns entschieden entgegen – mit Solidarität, politischer Verantwortung und konkretem Handeln.“ Zugleich machte sie deutlich, dass Solidarität über Worte hinausgehen müsse: „Sie heißt, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und bereit zu sein, sich zu verändern. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe.“

Auch die vielfaltspolitische Sprecherin Surani Loibl unterstrich die politische Dimension der Veranstaltung. Eine vielfältige Gesellschaft sei nicht nur gerechter, sondern auch stärker und zukunftsfähiger. Entscheidend sei, dass Menschen mit Migrationsgeschichte nicht nur mitgedacht, sondern selbstverständlich an Entscheidungen beteiligt werden – in Politik, Verwaltung und allen gesellschaftlichen Bereichen.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war der Beitrag von Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, die die begleitende Ausstellung eröffnete. Ihr langjähriges Engagement gegen Rassismus sowie für Sichtbarkeit und Teilhabe wurde dabei ausdrücklich gewürdigt.

Das Programm verband politische Impulse mit kulturellen und pädagogischen Formaten. Neben der Ausstellung „Starke afrikanische Frauen in der Geschichte und Gegenwart sowie Schwarze Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus“ fanden ein Workshop, ein Film zur UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft sowie ein offener Austausch statt, der Raum für Begegnung und Vernetzung bot.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Einsatz gegen Rassismus nicht auf einzelne Aktionswochen beschränkt bleiben darf. „100 Prozent Menschenwürde bedeutet, gesehen und gehört zu werden und aktiv mitgestalten zu können – in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Dafür setzen wir uns als Grüne konsequent ein“, so Meyer

Internationalen Wochen gegen Rassismus

Brandenburg eröffnet erstmals die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100 % Menschenwürde“. Die Aktionswochen finden vom 16. März bis Ende März 2026 statt. Bundesweit gibt es in diesem Zeitraum über 5.000 Veranstaltungen, an denen sich zahlreiche Initiativen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure beteiligen. Die Auftaktveranstaltung findet an der Filmuniversität Babelsberg statt.In Brandenburg wird der Einsatz gegen Rassismus seit Jahren durch verschiedene Programme unterstützt, darunter „Tolerantes Brandenburg“ und das „Bündnis für Brandenburg“. Ergänzt wird dies durch ein eigenes Handlungskonzept gegen Rassismus sowie rechtliche Regelungen, die den Schutz vor Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus in der Landesverfassung verankern. Insgesamt steht die Initiative für den Einsatz für Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.