LEAG-Pläne für Jänschwalde: Bündnisgrüne sehen Chancen für den Kohleausstieg und offene Fragen zur Gasleitung

Markus Pichlmaier I Ideengruen.de

Die LEAG will alte Braunkohleblöcke in Jänschwalde und Boxberg auf Erdgas umrüsten. Bei der ersten bundesweiten Ausschreibung für gesicherte Kraftwerksleistung erhielt der Konzern vier Zuschläge in Brandenburg und zwei in Sachsen.

„Die LEAG räumt ab und gewinnt bei den Ausschreibungen. Mit dieser Entscheidung gibt es eine weitere Perspektive für die Lausitz. Damit die Kraftwerke nicht im Dauerbetrieb laufen und das Klima nicht zerstören, muss der Ausbau der Erneuerbaren weitergehen und die Umstellung auf grünen Wasserstoff mitgedacht werden“, sagt der Brandenburger Bundestagsabgeordnete Michael Kellner.

Zudem fehlt in Jänschwalde bislang der Gasanschluss für die geplante Kraftwerksreserve. „Die Blöcke sollen ab November 2031 einspringen können, wenn Wind und Sonne mal zu wenig Strom liefern. Die LEAG muss gemeinsam mit dem Netzbetreiber einen Zeitplan für den Anschluss vorlegen und klären, wer die Kosten trägt. Schon bei der Planung muss klar sein, wie die Leitung später grünen Wasserstoff zum Kraftwerk bringen kann“, sagt Clemens Rostock, Landesvorsitzender der Brandenburger Bündnisgrünen. „Das Ergebnis eröffnet jetzt die Chance, den Kohleausstieg vorzuziehen“, so Kellner. Neben der Stromversorgung lasse sich damit auch den Beschäftigten eine Perspektive für die Zeit nach der Kohle bieten.