61,9 Prozent der Befragten einer nicht repräsentativen Umfrage der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) lehnen gemeinsame Beschlüsse von CDU und AfD auf kommunaler Ebene ab. Nur 36,4 Prozent halten sie für vertretbar. Für die Brandenburger Bündnisgrünen ist das ein unmissverständlicher Warnschuss aus der Bevölkerung gegen die zunehmende Zusammenarbeit von CDU und AfD vor Ort.
„Die Menschen in Brandenburg haben ein feines Gespür dafür, was hier passiert: Teile der CDU öffnen der AfD in Kommunen die Tür zur Macht, wie zuletzt in Hennigsdorf. Wer mit Rechtsextremen gemeinsame Beschlüsse fasst oder sogar deren Anträge unterstützt, betreibt politische Grenzverschiebung – und gewöhnt unser Land Schritt für Schritt an die extreme Rechte“, mahnt Clemens Rostock, Landesvorsitzender der Brandenburger Bündnisgrünen.
Die Brandenburger Bündnisgrünen sprechen von einer gefährlichen Entwicklung für die demokratische Kultur in Brandenburg. Kommunalparlamente dürften nicht zum Experimentierfeld für Mehrheiten mit einer Partei werden, die als gesichert rechtsextrem eingestuft werden kann, deren Funktionäre offiziell Faschisten genannt werden dürfen und die einen Spaltkeil in die Gesellschaft treibt.
„Das ist Kungelei mit Rechtsaußen. Die CDU muss aufhören, sich in Kreistagen und Gemeindevertretungen von der AfD Mehrheiten zu beschaffen. Wer das tut, beschädigt bewusst die Brandmauer und trägt Verantwortung für die Normalisierung der AfD“, so Rostock.
Hintergrund
In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) für Ihr morgendliches „Politik in Brandenburg“ Briefing vom 26.02.2026 mit 1.860 Teilnehmenden beantworteten 61,9 % die Frage „Halten Sie gemeinsame Beschlüsse von AfD und CDU auf kommunaler Ebene für vertretbar?“ mit Nein, 36,4 % mit Ja, 1,7 % mit „weiß nicht“. Der Anteil der Ja-Stimmen entspricht ungefähr den Werten der AfD bei Umfragen für die Sonntagsfrage zum Landtag. Das heißt: kaum jemand außerhalb der AfD befürwortet gemeinsame Beschlüsse.
27. Februar 2026: „Politik in Brandenburg“
https://www.maz-online.de/politik/regional/wahl-showdown-bei-tesla-JZ4DQLYYWNFZTH4CLAW32HNVPA.html