15.02.2019

Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke sind das Spitzenduo für die Landtagswahl 2019

Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke sind das Spitzenduo für die Landtagswahl 2019


Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke werden als Spitzenkandidierende die Brandenburger Bündnisgrünen in den Wahlkampf führen. Das ist das Ergebnis der Urwahl, die der Landesverband unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat. Abstimmungsberechtigt waren alle Mitglieder, die bis zum 31. Dezember 2018 in die Partei eingetreten sind. Von diesen 1.392 Personen haben 836 ihr Wahlrecht per Briefwahl wahrgenommen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 60,1 Prozent. Die Landesvorsitzende Petra Budke hob den basisdemokratischen Prozess hervor:

„Bei uns gibt es keine Hinterzimmerentscheidungen, bei uns ist die Basis Boss. Die Mitglieder haben entschieden, mit welchem Spitzenduo sie in den Landtagswahlkampf gehen. Die Wahlbeteiligung liegt im Vergleich zu den Urwahlen in Bayern oder bei der Bundestagswahl 2017 leicht über dem Durchschnitt. Wir haben in den letzten Wochen seit Verlautbarung, dass wir eine Urwahl durchführen, bis heute 133 neue Mitglieder gewonnen, das ist ein Wachstum von zehn Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir um 28 Prozent an Mitgliedern zugelegt. Unser Frauenanteil ist auf 40,4 Prozent leicht gestiegen, und mit dem durchschnittlichen Alter unserer Mitglieder von 49,3 Jahren haben wir uns zudem verjüngt. Das ist einzigartig in der Brandenburger Parteienlandschaft. Allein deshalb ist die Urwahl für uns ein Erfolg.“

Für Platz 1 konnte Ursula Nonnemacher, Fraktionsvorsitzende und Innenexpertin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, 79 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, das sind 629 Ja-Stimmen. Sie zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Ich freue mich sehr über die hohe Zustimmung zu meiner Kandidatur als Spitzenkandidatin und danke den Mitgliedern des Landesverbandes für das Vertrauen. Die von uns als basisdemokratischer Partei erstmals betriebene Urwahl gibt uns zusätzlichen Schwung für die sehr bedeutsame Landtagswahl am 1. September. Unsere Themen Energiewende, Verkehrswende und Agrarwende sind mit den Diskussionen um den Kohleausstieg, um Luftschadstoffe und Tempolimit, um Tierwohl und Artenschutz in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wir werden außerdem mit unserem ausgesprochen sozialen Profil und unserem Eintreten für die offene Gesellschaft punkten. Gerade die Themen Pflege und Gesundheitsversorgung, Gleichstellung von Frauen und der Kampf gegen den Rechtspopulismus liegen mir persönlich sehr am Herzen.“

Für Benjamin Raschke, Sprecher für Umwelt, Landwirtschaft und Ländliche Räume der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, auf Listenplatz 2 stimmten 490 Mitglieder und damit 61,6 Prozent: „Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern für die rege Teilnahme an der allerersten Urwahl in Brandenburg. Wir haben damit ein starkes Zeichen für mehr Mitbestimmung und direkte Demokratie gesetzt. Ich danke sehr für die große Unterstützung und verstehe das Ergebnis als klaren Auftrag: Wir ziehen in einen Wahlkampf für ganz Brandenburg und machen uns stark für die Ländlichen Räume, für gleichwertige Lebensverhältnisse, guten Nahverkehr und lebendige Dörfer. Damit wollen wir auch ganz bewusst dem Frust und der Resignation im Land entgegentreten, aus dem die AfD bisher politisch Kapital schlägt. Und wir werden im Wahlkampf mit lauter Stimme für den Umwelt- und Naturschutz eintreten, für eine ökologisch-bäuerliche Landwirtschaft, gegen Bienensterben und Massentierhaltung. Wer Klimaschutz, ökologische Wirtschaft, saubere Luft und sauberes Wasser will, ist bei uns an der richtigen Adresse."

Der Brandenburger Landesvorsitzende Clemens Rostock und die frauenpolitische Sprecherin Alexandra Pichl hatten ebenfalls um die Spitzenkandidatur gerungen. Der unterlegene Landesvorsitzende Clemens Rostock, für den 35,1 Prozent Mitglieder stimmten, sieht es sportlich und brachte eine Analogie zum Fußballspiel: „Die Mitglieder haben entschieden und ich bin sicher, dass wir mit Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke zwei engagierte und überzeugende Spitzen aufgestellt haben. Als Landesvorsitzender werde ich mich nun ganz auf die Arbeit als Spielmacher konzentrieren, der das Wahlkampfteam zusammenhält, den Spitzen den Rücken frei hält und ihnen die nötigen Vorlagen erarbeitet." Auf der Landesliste will er jetzt für Platz 6 kandidieren.

 

Alexandra Pichl konnte 16,3 Prozent der Mitglieder von sich überzeugen: „Ich bin als Außenseiterkandidatin gegen die derzeitige Fraktionsvorsitzende angetreten. Meine Aussichten, Spitzenkandidatin zu werden, waren überschaubar. Umso stolzer bin ich auf das zweistellige Ergebnis, dass ich wider Erwarten erzielt habe. Die 16 Prozent Ja-Stimmen motivieren mich, weiter mit voller Kraft für unsere Partei, unsere Wahlkampfziele und unser Wahlergebnis zu kämpfen.“ Alexandra Pichl wird auf der Landesliste auf Platz 3 antreten.

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