Verkehrspolitik darf ländliche Räume nicht abhängen: Bündnisgrüne: Crumbach muss RE3-Anbindung sichern

Die Brandenburger Bündnisgrünen kritisieren die geplante Streichung der direkten RE3 Verbindung nach Schwedt. Nach aktuellen Planungen soll die direkte Verbindung zwischen Schwedt und Berlin ab Dezember entfallen. Fahrgäste müssten künftig in Angermünde umsteigen. Dies bedeutet für viele Pendlerinnen und Pendler längere Fahrzeiten, mehr Unsicherheit und schlechtere Planbarkeit im Alltag.

Cindy Hahn, Vorstandsmitglied der Brandenburger Bündnisgrünen aus der Uckermark „Es kann nicht angehen, dass Planer in Amtstuben mit einem Federstrich ganze Regionen abhängen. Verkehrsminister Robert Crumbach muss jetzt aktiv werden und gemeinsam mit der Bahn und dem VBB Lösungen auf den Tisch legen, die die Anbindung der Uckermark sichern.“

Für die Menschen im Nordosten Brandenburgs ist das ein herber Einschnitt. „Viele sind auf eine direkte und funktionierende Verbindung nach Berlin angewiesen. Wir kennen das doch alle aus der Realität. Allein durch das Umsteigen entstehen zusätzliche Unsicherheiten, Anschlüsse werden verpasst und die Reisezeiten verlängern sich deutlich. Das macht den Alltag unnötig kompliziert und belastet viele Pendlerinnen und Pendler jeden Tag“, so Hahn.

Die Brandenburger Bündnisgrünen sehen insbesondere den ländlichen Raum unter Druck. Die aktuelle Entwicklung steht im Widerspruch zu den klimapolitischen Zielen und den Bedürfnissen der Bevölkerung. „Wir brauchen verlässliche Verbindungen gerade auch im ländlichen Raum. Die Spritpreiskrise zeigt deutlich: Viele Menschen sind auf eine Alternativen zum Auto angewiesen. Dafür braucht es stabile und direkte Bahnverbindungen“, sagt Hahn.