Freiluftveranstaltung „Demokratie und Frieden“ in Halbe setzt Zeichen gegen rechte Vereinnahmung

Heute fand in Halbe eine öffentliche Freiluftveranstaltung unter dem Motto „Demokratie und Frieden“ statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Aktionsbündnis gegen Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe.

Mit Redebeiträgen und Musik setzen die Teilnehmenden ein sichtbares Zeichen für demokratische Werte und ein friedliches Miteinander. Ziel ist es, deutlich zu machen, dass Halbe für eine engagierte Zivilgesellschaft steht, die sich klar gegen Rechtsextremismus positioniert. Die Veranstaltung findet bewusst in unmittelbarer Nähe zu den Räumlichkeiten statt, in denen die AfD ein Bürgerbüro eröffnen will.

Anlass ist auch die Erinnerung an die Schlacht um Halbe, die sich in diesem Jahr zum 81. Mal jährt. Die Kämpfe fanden zwischen dem 24. und 28. April 1945 südöstlich von Berlin statt und kosteten zehntausende Menschen das Leben. Immer wieder wird das Gedenken an die Ereignisse von rechtsextremen Gruppen instrumentalisiert. Dem stellen sich die Veranstalterinnen und Veranstalter bewusst entgegen.

Die Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen Juliana Meyer erklärte in ihrer Rede:

„Wir stehen heute hier in Halbe – an einem Ort, der uns mahnt. Die Ereignisse der Kesselschlacht zeigen uns, wohin es führt, wenn antidemokratische Ideologien die Oberhand gewinnen.

‚Nie wieder‘ ist kein leeres Versprechen, sondern ein Auftrag an uns alle. Gerade heute erleben wir, wie rechtsextreme Kräfte versuchen, Geschichte umzudeuten und unsere Gesellschaft zu spalten. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Demokratie muss gelernt, erlebt und verteidigt werden. Deshalb brauchen wir starke Bildungsangebote, eine lebendige Zivilgesellschaft und verlässliche Unterstützung für Initiativen gegen Rechtsextremismus.

Wir lassen nicht zu, dass Engagement für Demokratie geschwächt wird – weder durch politische Angriffe noch durch Kürzungen. Und wir lassen nicht zu, dass Geschichte relativiert oder missbraucht wird. Lasst uns gemeinsam laut bleiben für Demokratie, mutig gegen Hass und solidarisch miteinander – für ein Brandenburg, das offen ist und zusammenhält.“

Die Veranstalter rufen dazu auf, gemeinsam für eine offene Gesellschaft, gegen Hass und Ausgrenzung und für eine starke demokratische Kultur einzustehen.