IG Metall Masterplan „Jobs 2040“: Chance für Brandenburg nutzen

Die Brandenburger Bündnisgrünen nehmen die Vorstellung des „Masterplan Jobs 2040“ durch die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen auf ihrer Jahrespressekonferenz zum Anlass, mehr Tempo und Entschlossenheit in der Industrie- und Standortpolitik einzufordern.

Der Landesvorsitzende der Brandenburger Bündnisgrünen, Clemens Rostock, sieht in dem Vorschlag eine gute Grundlage für den weiteren Dialog zwischen Gewerkschaften, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik:

„Der Masterplan ‚Jobs 2040‘ zeigt deutlich, dass Klimaschutz, starke Wirtschaft und gute Arbeitsplätze zusammengehören. Brandenburg hat mit seinem hohen Ausbaugrad erneuerbarer Energien einen echten Standortvorteil – jetzt müssen wir daraus endlich mehr regionale Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze machen. Das darf kein Papier für die Schublade sein, sondern es ist ein klarer Arbeitsauftrag aus Arbeitnehmersicht, den man unbedingt ernst nehmen muss.

Die Voraussetzungen  für die Wirtschaft sind deutlich besser, als es die oft schlechte Stimmung vermuten lässt. Es braucht jetzt insbesondere aus den ostdeutschen Ländern ein klares Gegengewicht zu den wirtschaftsfeindlichen Blockade-Ideen gegen erneuerbare Energien und den beinahe täglichen Angriffen auf den Sozialstaat durch Sozialdemokraten und Christdemokraten aus dem politischen Berlin.

Ministerpräsident Woidke, der Regierende Bürgermeister Wegner und Ministerpräsident Kretschmer stehen dabei ausdrücklich in der Verantwortung. Der Masterplan bietet die richtige Grundlage – die regierende Politik in den Ländern muss ihn jetzt beherzt aufgreifen.“

Hintergrund: Masterplan „Jobs 2040“

Der von der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen vorgelegte „Masterplan Jobs 2040“ skizziert eine industriepolitische Strategie für Ostdeutschland mit dem Ziel, Beschäftigung zu sichern, neue Wertschöpfung aufzubauen und den ökologischen sowie digitalen Wandel aktiv zu gestalten.

Zentrale Elemente des Masterplans sind:

•          Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten, insbesondere in Halbleiter- und Batterieindustrie

•          Ausbau der Kreislaufwirtschaft zur Sicherung von Rohstoffen

•          Nutzung erneuerbarer Energien als Standortvorteil für Industrieansiedlungen

•          Aktive Bereitstellung von Industrie- und Gewerbeflächen für Zukunftsbranchen

•          Gute Arbeit, Tarifbindung und Mitbestimmung als Grundlage erfolgreicher Transformation

Der Masterplan versteht sich als Gesprächsangebot an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, Ostdeutschland als innovativen, klimaneutralen und industriell starken Standort zu entwickeln.

Mehr Informationenhttps://www.igmetall-bbs.de/aktuelles/meldung/chancen-fuer-gute-arbeit-und-starke-industrie-nutzen-ig-metall-stellt-masterplan-jobs-2040-fuer-ostdeutschland-vor