Anlässlich des bundesweiten Bildungsprotesttags am 19. September schließen sich die Brandenburger Bündnisgrünen dem Protest auf der Glienicker Brücke und den Forderungen der Initiative Bildungswende JETZT! an. Dazu sagt die Landesvorsitzende Juliana Meyer:
„Schlimmer darf es nicht werden. In den Kitas werden Kinder in den Randzeiten nur noch verwahrt, Unterricht fällt aus und Lehrkräfte arbeiten längst am Limit. Bildungsminister Gordon Hoffmann speist Eltern, Schüler*innen und Beschäftigte dennoch mit visionslosen Durchhalteparolen ab. Das löst kein einziges Problem. Brandenburg braucht endlich eine Politik, die Bildung zur Priorität macht und den Menschen in den Einrichtungen zuhört.
Wir Brandenburger Bündnisgrüne machen uns bereits auf den Weg. Dazu suchen wir den Austausch mit Eltern, Schüler*innen und Beschäftigten. Der breite Protest auf der Glienicker Brücke zeigt, wie viele Menschen bereit sind, gemeinsam für eine echte Bildungswende zu kämpfen.
Kitas und Schulen brauchen mehr Personal statt immer neuer Belastungen. Dafür müssen wir mehr Menschen qualifizieren und die Arbeitsbedingungen verbessern. Befristungen müssen die Ausnahme sein und multiprofessionelle Teams endlich flächendeckend aufgebaut werden. Freiwerdende Erzieher*innen aus Kitas sollten die Möglichkeit erhalten, sich weiterzubilden und künftig auch an Schulen zu arbeiten.
Der Unterrichtsausfall muss deutlich sinken. Die Absicherung der Abschlussklassen darf dabei nicht zulasten der jüngsten Schüler*innen und ihrer Förderung gehen. Bildung beginnt in der Kita. Deshalb brauchen wir eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung. Bessere Betreuungsschlüssel und kleinere Gruppen schaffen mehr Zeit für die pädagogische Arbeit.
Kürzungen beim Personalaufbau und bei Förderstunden lehnen wir ab. Das gilt auch für Einschnitte bei der Inklusion oder bei bewährten Bildungsprogrammen. Jeder Euro für Bildung zahlt sich mehrfach aus. Gute Kitas und Schulen machen Brandenburg auch für Familien und Fachkräfte attraktiver.
Sinkende Kinderzahlen dürfen nicht als Vorwand für Stellenabbau oder Standortschließungen dienen. Sie sind eine einmalige Chance für kleinere Gruppen und mehr individuelle Förderung. Auch die Beteiligung junger Menschen kann dadurch gestärkt werden. Unser Ziel ist Bildungsgerechtigkeit in ganz Brandenburg. Die Chancen eines Kindes dürfen weder vom Wohnort noch vom Bildungsstand oder Geldbeutel der Eltern abhängen.“