Zur Übergabe der Petition „Wir sind Biosphäre!“ und zur Kundgebung gegen Kürzungen im Natur- und Umweltschutz vor dem Brandenburger Landtag erklärt Clemens Rostock, Landesvorsitzender der Brandenburger Bündnisgrünen:
„Wir Bündnisgrüne unterstützen den Appell der Naturschutzverbände ausdrücklich. Brandenburg rühmt sich mit seiner Natur, seinen Seen, Wäldern und Schutzgebieten. Die Naturschutzverbände und viele Ehrenamtliche schützen diese und unterstützen Behörden bei einer rechtsstaatlichen Planung. Brandenburg steht vor Wassermangel, Artenschwund, Flächenfraß und immer stärkeren Nutzungskonflikten. In dieser Lage Naturschutzstandards abzubauen und Verbände finanziell auszutrocknen, ist politisch kurzsichtig und ökologisch verantwortungslos.
Die Biosphäre Schorfheide-Chorin ist eine UNESCO-Modellregion in Brandenburg. Sie beweist, wie Umweltschutz und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Hand in Hand gehen können. Eine Brandenburger Landesregierung sollte dies unterstützen und gucken, wie man dieses Beispiel auf andere Regionen ausweiten kann. Das Biospährenreservat anzugreifen und den UNESCO-Status zu riskieren ist dagegen der völlig falsche Weg. Die Landesregierung muss ihre Pläne für Kürzungen im Natur- und Umweltschutz zurücknehmen und den Schutz der Biosphäre ernst nehmen.
Die aktuellen Pläne zeigen leider auch: In diesem sitzen nur rechtsextreme und konservative Parteien, bei denen der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie Natur- und Umweltschutz offensichtlich keine Rolle mehr spielen. Seit die Bündnisgrünen nicht mehr im Landtag vertreten sind, fehlt eine politische Stimme, die diesen Themen konsequent Gehör verschafft und Kürzungen zulasten von Natur, Ehrenamt und Zivilgesellschaft entschieden entgegentritt.“
Michael Kellner MdB zur Übergabe der Petition:
„Die Landesregierung muss die Menschen ernst nehmen und darf nicht mit der Axt an den Naturschutz gehen. Ich kann nur davor warnen, Standards abzusenken und Naturschutzverbände zu schwächen, wie aktuell geschieht. Brandenburgs Stärke liegt auch im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Hände weg von den Schutzstandards im Weltnaturerbe.“