Gut gemeint ist nicht gut gemacht!

In Sachen BBI kam die SPD nun endlich aus der Reserve und hat einige Vorschläge vorgelegt. Das Fazit unseres Landesvorsitzenden Benjamin Raschke: Gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht.

Zu den vom SPD-Landesvorstand vorgestellten Vorschlägen zum künftigen Großflughafen BBI in Schönefeld sagt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Benjamin Raschke:

„Auch wenn die Vorschläge der SPD zum BBI gut gemeint sind, sind sie leider nicht gut gemacht.

 

Beispiel Nachtflugverbot: Statt die Südbahn für Nachtflüge in den Randzeiten von 22-24 Uhr und 5-6 Uhr zu öffnen und die Nordbahn zu schonen, sollte sich die SPD für ein umfassendes Nachtflugverbot am gesamten BBI stark machen.“ Das Recht auf Nachtruhe dürfe nicht von der Himmelsrichtung abhängen, so der Landeschef.

 

Auch wirke die Idee, betroffene Anrainergemeinden durch die Einführung einer passagierabhängigen Steuer stärker finanziell zu entschädigen, auf den ersten Blick verlockend, löse aber mitnichten das Problem: „Eine Pauschalgebühr, die für laute oder leise Maschinen gleichermaßen gilt, macht den Anreiz zunichte, Schönefeld mit emissionsarmen Flugzeugen anzufliegen. Genau so ein Anreiz ist aber nötig: Wir brauchen eine wirksame lärmabhängige Gebührenordnung! Diese muss – im Gegensatz zur geltenden Regelung – laute und veraltete Maschinen so stark belasten, dass es sich schlicht nicht mehr lohnt, solche Flugzeuge am BBI starten und landen zu lassen,“ so Raschke.

 

Besser sei da schon die Forderung nach einem Verzicht auf unabhängige Parallelstarts, so der Landesvorsitzende. „Durch die Aufgabe der Parallelstarts sind andere Flugrouten möglich. Ziel müsse es nach wie vor sein, so wenig Personen wie möglich mit so wenig Lärm wie möglich zu belasten.“

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Flughafen BER | Mobilität | Pressemitteilung LV

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