SPD und CDU für Missstände in Kitas verantwortlich

Die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahlen MARIE LUISE VON HALEM hat SPD und CDU in Brandenburg vorgeworfen, das Thema bessere Kinderbetreuung innerhalb der schwarz-roten Regierung, aber auch in der Zeit der SPD-Alleinregierung "sträflich vernachlässigt" zu haben und für die Missstände im Kita-Bereich die Verantwortung zu tragen. "Ich empfinde es als unaufrichtig, wie CDU und SPD im Wahlkampf versuchen, sich als Retter der Kindertagesstätten zu präsentieren", sagte sie anlässlich der heutigen Übergabe der Unterschriften der Kita-Kampagne an die Landesregierung. So habe die in den 90er Jahren noch allein regierende SPD die Verschlechterung des Betreuungsschlüssels zu verantworten. Die CDU habe zahlreiche Novellierungen des Kita-Gesetzes mitgetragen, die unter anderem zu einer Einschränkung des Betreuungsanspruchs führten. "Dass Erzieher ihrem pädagogischen Auftrag bei dem in Brandenburg bei den bis zu Dreijährigen üblichen Betreuungsschlüssel von eins zu sieben kaum gerecht werden können und eine echte frühkindliche Förderung hier notgedrungen auf der Strecke bleibt, fällt SPD und CDU erst mit dem Näherrücken des Wahltages ein."

MARIE LUISE VON HALEM forderte die Landesregierung auf, mit einer Verbesserung der Betreuungssituation nicht bis nach den Landtagswahlen zu warten, sondern umgehend Vorschläge vorzulegen.

Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich dafür aus, dass bei den bis zu 3-jährigen Kita-Kindern künftig ein Erzieher nicht mehr als vier Kinder betreuen darf. Bei den 3- bis 6-Jährigen soll künftig ein Erzieher nicht mehr als acht Kinder betreuen (aktuell 13), bei den 6- bis 12-Jährigen nicht mehr als zwölf.

 

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