Energiewende-Kooperation mit Polen beginnen

Zur aktuellen Studie über die Gefahren eines Atomkraftwerkneubaus in Polen sagt die klimapolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag ANNALENA BAERBOCK

10.03.14 –

Zur aktuellen Studie über die Gefahren eines Atomkraftwerkneubaus in Polen sagt die klimapolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag ANNALENA BAERBOCK:

"Die von Greenpeace veröffentlichte Studie zu potentiellen Folgen eines Reaktorunfalls der geplanten polnischen Atomkraftwerken zeigt zwei Dinge ganz deutlich: Wir müssen die Energiewende europäisch denken und dürfen nicht dem Irrglauben verfallen, dass uns der deutsche Atomausstieg zu einem sicheren Hafen für die Folgen von Atomkatastrophen macht - auch nicht in Brandenburg.

Doch in der aktuellen Debatte um die europäischen Energie- und Klimaziele 2030 nimmt die Bundesregierung einfach hin, dass Länder wie Frankreich, Großbritannien oder eben Polen auf die unsichere Kernkraft setzen und somit auch die Gefahren eines Reaktorunglücks missachtet.Und fest steht auch, dass es in ganz Europa kein Endlager gibt. Die deutsche Bundesregierung muss sich daher in Brüssel für ein ambitioniertes Ausbauziel für erneuerbare Energien einsetzen und der Förderung von Atomkraft eine deutliche Absage erteilen.

Zweitens zeigt die Studie, dass auch in Polen die Vorkommen von Kohle begrenzt sind und man mit dem schrittweisen Kohleausstieg beginnen muss. Das wäre nicht nur gut für das Klima, sondern auch für die polnische Wirtschaft. So sollte die Bundesregierung viel stärker für eine Energiewende-Kooperation werben, statt wie kürzlich auf dem deutsch-französisch-polnischen Umweltministertreffen dieses Thema nicht einmal auf die Tagesordnung zu setzen."

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Atomausstieg | Pressemitteilung Annalena Baerbock

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