Bündnisgrüne fordern landesweiten Aktionsplan zur Förderung der Imkerei

Mit einem landesweiten Aktionsplan wollen Bündnis 90/Die Grünen die Imkerei in Brandenburg fördern. Dazu erklärt Benjamin Raschke, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen

Mit einem landesweiten Aktionsplan wollen Bündnis 90/Die Grünen die Imkerei in Brandenburg fördern. Dazu erklärt Benjamin Raschke, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen:

"Brandenburgs Imker leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Naturschutz und die Landwirtschaft. Die meisten Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge hängen davon ab. Die Honigbiene zählt damit zu unseren wichtigsten Nutztieren. Aber die Bedingungen für Brandenburgs Imker haben sich in den letzten Jahren verschlechtert.

Wesentliche Punkte unseres Aktionsplans sind eine deutliche Reduzierung bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel, gezielte Agrarumweltmaßnahmen (Blühstreifen u.a.), ein vollständiger Verzicht auf Agrogentechnik und mehr Ökolandbau. Rot-Rot hat durch den Förderstopp die Entwicklung des Ökolandbaus in Brandenburg zum Stillstand gebracht. Platzeck und Vogelsänger müssen endlich umsteuern und die Imker- und Naturschutzverbände an der Gestaltung eines Aktionsplans beteiligen."

Die Brandenburger und Berliner verbrauchen jährlich etwa 7.200 Tonnen Honig. Nicht mal ein Viertel davon kommt aus der Region. Unser Ziel ist es, diesen Anteil auf 50 Prozent zu steigern. Dazu wollen wir besonders die Nebenerwerbs- und Berufsimkerei fördern und die Fördermittel für den Imkernachwuchs aufstocken, die für das Jahr 2013 schon im März ausgebucht waren.

Schäden bei Imkern, z.B. durch falschen Pflanzenschutz, sollen durch eine Clearingstelle beim Land reguliert werden. Betroffene Imker müssen unbürokratisch entschädigt  werden.

1990 wurden in Brandenburg ca. 125.000 Bienenvölker gehalten, heute sind es noch etwa 35.000. "Die Zahl der Imker verharrt seit Jahren bei etwa 3.000. Die intensiv genutzte Agrarlandschaft bietet immer weniger Nahrung und Lebensräume. Von ca. 550 Wildbienenarten sind mehr als 50% gefährdet. Die schlechte Nahrungsbasis führt zu Mangelernährung und Vitalitätsverlust, die Bienen werden anfällig für Krankheiten und Parasiten. Dagegen hilft insgesamt nur eine Agrarpolitik, die Vielfalt statt Einfalt fördert", schließt Raschke.

Zur Imkerei in Brandenburg hat die Landesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft ein entsprechendes Positionspapier beschlossen: http://gruenlink.de/i06

 

Außerdem wird die Landtagsfraktion der Brandenburger Bündnisgrünen am kommenden Montag in Biesenthal den Film "More than Honey" zeigen.

Weitere Informationen  unter: http://gruenlink.de/i08

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Landwirtschaft | Pressemitteilung LV

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