Brandenburger AtomkraftgegnerInnen rufen zur Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel auf

Die Brandenburger AtomkraftgegnerInnen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, BUND und dem Potsdamer Anti-Atom-Bündnis rufen zur Teilnahme an der bundesweit organisierten Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel am kommenden Samstag, 24. April, auf. Dazu äußern sich die Organisatoren.

Die Brandenburger AtomkraftgegnerInnen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, BUND und dem Potsdamer Anti-Atom-Bündnis rufen zur Teilnahme an der bundesweit organisierten Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel am kommenden Samstag, 24. April, auf. Dazu sagen die Organisatoren:

Benjamin Raschke, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg: „Die Vorbereitungen von Schwarz-Gelb zum Wiedereinstieg in die Atomkraft laufen derzeit auf Hochtouren. Laufzeitverlängerung für alle 17 Atomkraftwerke inklusive der Pannenmeiler Krümmel, Brunsbüttel, Biblis und Neckarwestheim sind nach dem Willen von Merkel und Co. nur noch eine Frage der Zeit. Diesem für Umwelt und Bevölkerung hochriskanten Vorhaben schauen wir Bündnisgrüne nicht tatenlos zu. Kurz vor dem Jahrestag des atomaren Super-Gaus in Tschernobyl am 26. April 1986 setzen wir mit der Menschenkette ein spektakuläres Zeichen gegen Atomkraft und rufen alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, daran teilzunehmen."

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND Brandenburg ergänzt: „Obwohl es in Brandenburg selbst keine Atomkraftwerke gibt, rückt das Thema mit Blick auf die polnischen Pläne, zunehmend auf Atomkraft zu setzen, auch für uns in gefährliche Nähe."

Barbara-Sophie Hohenberg vom Potsdamer Anti-Atom-Bündnis betont: „Konventionelle Energieträger wie Öl, Gas, Kohle und Uran werden künftig knapp. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie wird es dagegen immer geben. Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, auf 100 Prozent erneuerbare Energie umzustellen. Denn die sonst drohende weltweite Energiekrise und die Klimakatastrophe werden viel schwerer zu überwinden sein als die derzeitige Finanzkrise. Auch deshalb fahre ich zur Menschenkette."

David Kolesnyk, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender, sagt: „Am Samstag muss in Hamburg ein starkes Zeichen für den Atomausstieg gesetzt werden. Wir müssen der Bundesregierung klar machen, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland hinter dem Atomausstieg steht. Die Asse-Kanzlerin muss endlich zeigen, ob sie für das Volk spricht oder für die Energieriesen."

Die Brandenburger Atomgegnerinnen und -gegner fahren mit Bussen zur Menschenkette nach Elmshorn nordwestlich von Hamburg. Aufgrund des Ansturms auf die Busplätze wurden kurzfristig zusätzliche Busse geordert. Wer noch einen der wenigen freien Plätze ergattern möchte, kann sich unter www.gruene-brandenburg.de/menschenkette/ anmelden. Abfahrt ist um 9.00 Uhr vom Vorplatz des Potsdamer Hauptbahnhofs (Fernbussteig), Rückkehr gegen 20.30 Uhr. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen nur 17 Euro. Der aktuelle Stand der freien Plätze ist unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/menschenkette/mitfahrboerse.html abrufbar.

Vom 21.-23. Mai 2010 findet über Pfingsten zudem ein deutsch-polnisches Anti-Atom-Camp in Mescherin in der Uckermark statt. Infos unter: www.anti-atom-camp.org

 

 

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