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Geplante Hähnchenmast in Ostbrandenburg: „Das Vorhaben sprengt alle Vorstellungskraft“ – Bündnisgrüne sichern Anwohnern Unterstützung zu

Bei einem Besuch des Standortes der geplanten Mega-Hähnchenmastanlage in der Gemeinde Steinhöfel (Oder-Spree) zeigten sich die Brandenburger Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Annalena Baerbock und der bündnisgrüne Direktkandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 63 Jörg Gleisenstein erschüttert.

08.08.13 –

Bei einem Besuch des Standortes der geplanten Mega-Hähnchenmastanlage in der Gemeinde Steinhöfel (Oder-Spree) zeigten sich die Brandenburger Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Annalena Baerbock und der bündnisgrüne Direktkandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 63 Jörg Gleisenstein erschüttert. Kerstin Hellmich, Sprecherin der ‚Dörfergemeinschaft gegen die Hähnchenfabrik Steinhöfel‘ stellte den beiden PolitikerInnen die Pläne am Mittwoch in Tempelberg vor.

Niederländische Betreiber wollen zusammen mit dem vor Ort ansässigen Graf Hardenberg eine der größten Agrarfabriken für industrielles Hähnchenfleisch in Brandenburg errichten. Es ist geplant, 432.000 Hähnchen pro Jahr dort zu mästen. Etwa 25 Tiere sollen sich den Plänen zufolge einen Platz von einem Quadratmeter teilen. Das entspricht pro Huhn in etwa einem DIN-A5-Blatt plus einen Bierdeckel, verdeutlicht Hellmich.

„Das Vorhaben ist ein Auswuchs quälerischer Massentierhaltung. Den Gewinn haben wenige, während die Region unter den Auswirkungen leiden wird. Lärm, Gestank und Gefahren für das Wasser wären die konkreten Folgen für die Menschen vor Ort. Eine solche alle Dimensionen sprengende Qualmast darf nicht mehr genehmigt werden", sagte Gleisenstein.

„Die rot-rote Landesregierung muss auf strenge Tierschutzregeln auf Bundesebene drängen“, forderte Annalena Baerbock.  Das Tierschutzgesetz verdiene seinen Namen nicht und muss dringend überarbeitet werden. Ziel eines verbesserten Tierschutzgesetzes muss es sein, die Haltungsbedingungen an die Tiere anzupassen und nicht umgekehrt, so die Landesvorsitzende.

Gleisenstein und Baerbock sicherten Kerstin Hellmich Unterstützung zu. „Im neuen Bundestag ab Herbst 2013 werden wir hier auf die dringend nötige Reform drängen“, sagte Baerbock.

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