Tierquälerei-Skandale wie in Karstädt und Neudorf entwerten alle Gütezeichen

Zu einem Bericht des RBB, wonach die Organisation Animal Rights Watch schwere Verstöße gegen tierschutzrechtliche Auflagen in Ferkelzuchtbetrieben in der Prignitz dokumentierte, erklärt Axel Vogel, Spitzenkandidat der Brandenburger Bündnisgrünen

Zu einem Bericht des RBB, wonach die Organisation Animal Rights Watch schwere Verstöße gegen tierschutzrechtliche Auflagen in Ferkelzuchtbetrieben in der Prignitz dokumentierte, erklärt Axel Vogel, Spitzenkandidat der Brandenburger Bündnisgrünen:

"Betriebe mit solchen Haltungsbedingungen entwerten alle Gütezeichen für landwirtschaftliche Produkte aus Brandenburg. Veranstaltungen wie Grüne Woche oder BraLa, die den VerbraucherInnen Brandenburgs heile landwirtschaftliche Idylle vorgaukeln, drohen durch Vorfälle dieser Art zu Alibi-Festen zu werden.

Es kann auch nicht sein, dass wir VerbraucherInnen erst durch versteckte Kameras der Tierschutz-Organisationen erfahren, was in Brandenburgs Schweineställen wirklich vorgeht. Es ist Aufgabe der Landesregierung, Verstöße aufzudecken. Aber die Kontrolldichte ist in Brandenburg viel zu niedrig. Nur wenn die zuständigen Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsämter regelmäßig den korrekten Vollzug der Tierschutzauflagen in Zuchtbetrieben überwachen, können Fälle von Tierquälerei wie in Karstädt und Neudorf künftig verhindert werden. Dafür müssen sie aber personell und finanziell entsprechend ausgestattet werden.

Das Töten der Ferkel auf illegale Weise sowie die Haltung der Sauen in viel zu kleinen Metallständen ist direkte Folge der für Tier und Mensch ungesunden durchrationalisierten Massentierhaltung. Die Agrarförderpolitik von Rot-Rot, die den Ausbau der Massentierhaltung finanziell unterstützt, ist daher mitverantwortlich für diesen Skandal.“

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