Welt-AIDS-Tag: Prävention und Aufklärung nicht vernachlässigen!

Anlässlich des jährlichen Welt-AIDS-Tages am 01. Dezember fordert die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg, Petra Budke, die HIV-Prävention und Aufklärung nicht zu vernachlässigen, sondern stärker zu fördern. Auch fehlten immer noch Schwerpunktpraxen für HIV-Positive in allen Regionen Brandenburgs

01.12.13 –

Anlässlich des jährlichen Welt-AIDS-Tages am 01. Dezember fordert die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg, Petra Budke, die HIV-Prävention und Aufklärung nicht zu vernachlässigen, sondern stärker zu fördern. Auch fehlten immer noch Schwerpunktpraxen für HIV-Positive in allen Regionen Brandenburgs:

"Die Gesundheitsministerin ist aufgefordert, die Versorgung AIDS-Kranker und HIV-Infizierter in den größeren Brandenburger Städten sicher zu stellen. Das Hauptproblem für HIV-Positive in Brandenburg ist die fehlende fachärztliche Versorgung durch Schwerpunktpraxen für HIV und AIDS im gesamten Land Brandenburg." Bereits im letzten Jahr kritisierten die Bündnisgrünen, dass jemand aus Cottbus oder der Uckermark einen halben Tag unterwegs sein müsse, um eine Schwerpunktpraxis in Berlin aufzusuchen. "Fakt ist, HIV-Positive müssen bei einer Erkältung anders behandelt werden als Patienten ohne die Immunschwächekrankheit. Leider hat sich die fachärztliche Versorgung für die Betroffenen in Brandenburg nicht verbessert", so Budke.

Neben der Behandlung von bereits mit HIV infizierten Menschen ist Aufklärung entscheidend. Nur so lassen sich weitere Ansteckungen mit dem Virus eindämmen. Diese notwendige Prävention für einen bewussten Umgang mit Sexualität geschieht größtenteils durch ehrenamtlichen Einsatz. Dazu Budke: "Diesen engagierten Mitmenschen gilt unser Dank. Durch ihre Arbeit bleibt der Kampf gegen AIDS und HIV im gesellschaftlichen Bewusstsein. Das Land muss die Finanzierung von Gruppen und Initiativen, die sich für AIDS-Prävention einsetzten, sichern und ausbauen."

Zum Hintergrund:

Jedes Jahr am 1. Dezember wird der Welt-AIDS-Tag mit zahlreichen Kampagnen und Aktionen weltweit begangen, um über das Leben mit HIV aufzuklären, gegen Ignoranz, Schweigen und Diskriminierungen zu kämpfen und auf medizinische Versorgungslücken hinweisen. Außerdem wird daran erinnert, dass AIDS und HIV längst keine Randerscheinungen sind.

Vor 30 Jahren gründete sich die Deutsche AIDS-Hilfe. In dieser Selbsthilfebewegung schlossen sich HIV-Positive und -Negative, Männer und Frauen, Schwule, Lesben und Heterosexuelle zusammen, konnten sich austauschen und gegenseitig stärken. Die AIDS-Hilfen entwickelten sich danach zu bedeutenden psychosozialen Beratungsstellen mit vielfältigen Angeboten.

Hintergrund und Schätzungen des Robert Koch Instituts für 2012 in Brandenburg: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Daten_und_Berichte/EckdatenBrandenburg.pdf?__blob=publicationFile

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Pressemitteilung LV | Soziales und Gesundheit

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